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Siebenter Band. N - R.
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Hy dr o mechanisch e.

tracte ebenso stark und oft noch stärker, als durch die Ex-tractionspressen. Es folgt sonach, dafs die Extractionspressen,sowohl die durch Compression als auch die durch Dilatationder Luft wirkenden, ganz unnütze und in einigen Fällen. SO:*gar schädliche Werkzeuge sind, indem sie den Pharmaceutenveranlassen, die durch sie erhaltnen Extracte für stärker abdie gewöhnlich bereiteten zu halten. Pakröt setzt hinzu,dafs dieses Resultat auch aus theoretischen Gründen folge undaus diesen auch schon im Voraus abzuleiten gewesen wäre,weil die Bildung der Extracte auf der Kraft der Adhäsionberuhe, welche die Verbindung der aufzulösenden Substanzenmit der Flüssigkeit bedinge und sich im Allgemeinen un-gleich stärker in ihren Wirkungen zeige, als jede mechanischeGewalt. Dieses ist vollkommen richtig, und darin eben liegtdie Ursache, warum die Stärke der Compression von keinemoder auf jeden Fall einem ihrer Gröfse keineswegs proportio-nalen, im Ganzen höchst geringfügigen Einflüsse ist.

Gegen diese Einwürfe erklärte sich vorzüglich nur Ro-MERSHAUSEN *, und zwar aus folgenden Gründen. Es sollnach ihm zweierlei Arten von Extracten geben, nämlich sol-che, zu deren Bestandtheilen hauptsächlich aromatische Sub-stanzen gehören, die er flüchtige nennt, und solche, in de-nen sich jene nicht finden , die daher todte heifsen. Bei ih-rer Bereitung mufs man allgemein die zu extrahirenden Sub-stanzen zuerst gehörig zerkleinern, und dann ist es von gröfs-ter Wichtigkeit, genau die erforderliche Menge der extrahi-renden Flüssigkeit zuzusetzen, welche gerade hinreicht, siedurchaus feucht zu machen, so dafs sie sich Zusammenhaltenlassen. Bei dieser Befeuchtung findet Wärmeentbindung statt,die Romehshausen aus einer chemisch-elektrischen Gegen-wirkung ableitet, die aber nach den neuern Erfahrungen vonPouillet eine blofse Folge der Adhäsion ist und auf dieGüte der Extracte sicher keinen Einflufs äufsert. Bei der Be-reitung der flüchtigen Extracte ist es dann von grofser Wich-tigkeit, dafs diese schnell dargestellt und dem Einflüsse derLuft entzogen werden. Bedarf man zugleich der Wärme, soempfiehlt sich hierfür am meisten die Dampfpresse. Die todtenExtracte erfordern weit weniger Sorgfalt, allein da man sie

1 G. LXXVII. 291. Kästner Archiv. II. S. 369.