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Siebenter Band. N - R.
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1036 Quell*.

Wasser bedurfte, um bis zur Tiefe von 1 Fufs vollständiggesättigt zu werden, uad mittelmäfsig feuchte 1 Z., wenn dieSättigung bis zu dieser Tiefe gelangen sollte. Wenn man da-her die Stärke der Verdunstung als schwer bestimmbar garnicht berücksichtigt, so ergiebt sich hieraus allein schon, dafsdas hauptsächlich in ebenen Gegenden auf Aecker, Gärten undWiesen fallende Wasser theils für sich, theils durch die Ge-wächse wieder verdunstet. Es können also an solchen Orten,wenn nicht Flüsse oder belaubte Hügel und Wälder in derNähe sind, keine zu Tage gehende Quellen gebildet werden,in gegrabenen Brunnen sammelt sich jedoch leicht das erfor-derliche Wasser, jedoch versiegen auch diese bei starker undanhaltender Dürre, zum Beweise der Richtigkeit des vonMariotte bereits aufgestellten Satzes, dafs die Quellen ihrenUrsprung in der Regel blofs den Ilydroraeteoren verdanken.Bestände hiernach die Oberfläche der Erde blofs aus Acker-,Garten- und Wiesenland, wobei noch obendrein keine hohenund steilen Berge möglich seyn würden, dann hätten wir aufjeden Fall keine Ströme, sondern höchstens nur kleine Flüsse.Ausgedehnte Waldstrecken wirken dagegen auf eine eigen-thümliche Weise auf die Dämpfe und Dünste in der Luft, in-dem sie fortdauernd itn Sommer eine niedrigere Temperaturhaben, den directen Einflufs der Sonnenstrahlen auf den be-feuchteten Boden hindern, dadurch die atmosphärischen Nie-derschläge vermehren, die Verdunstung dagegen vermindern,das aus dem im Winter gefallenen Schnee gebildete Wasserstärker zurückhalten und durch diese vereinten Ursachen dieBildung der in den Niederungen langsam fliefsenden Flüsseund Ströme bedingen, die in Uebereinstimmung hiermit imSommer und Herbste am seichtesten, im Frühlinge dagegen ,am tiefsten sind. Ungleich stärker wirken die angegebenenUrsachen bei waldigen Bergen, und um so mehr, je höher siesind, so dafs auch selbst steile und nackte Bergspitzen, wennsie nur die gehörige Höhe haben, eine unglaubliche MengeWasser liefern. Diese ziehn nicht blofs wegen ihrer gröfsernKälte die Dämpfe aus der Atmosphäre an, sondern sind fastunausgesetzt in Wolken eingehiillt, wodurch die auf ihnenbefindlichen Pflanzen, insbesondere Kryptogamen, stets nafeerhalten werden, wenn sie aber über die Grenze der Vegeta-tion hinausreichen, fast täglich frischgefallener Schnee sie be-

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