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Ursprung derselben.
deckt. Letzteres ist namentlich bei den Alpenspitzen der Fall,aber auch bei minder hohen Gebirgsketten , den Sudeten , demBrocken und den Schwarzwaldgebirgen macht man häufig beiregnerischem Wetter die Erfahrung, dafs die Menge des Re-gens zunimmt, je tiefer man in die Gebirge eindringt. Be-waldete Hügel und niedrigere Bergketten geben daher die an-haltenden und reichen Quellen 1 , die so viel zahlreicher sind,je höher die primitiven Felsarten in ihnen emporsteigen , weildann das eindringende Wasser der Hydrometeore bald zu ei-ner undurchdringlichen Unterlage gelangt, auf welcher es seit-wärts abzufliefsen genöthigt wird. Die Hochgebirge aber, na-mentlich in Europa die Alpen , geben den grofsen Strömen, derRhone, dem Rhein, dem Po, der Etsch und den zahlreichenFlüssen, denen die mächtige Donau ihren Wasserreichthumverdankt, den Ursprung, die eben deswegen ihren höchtsenStand im Sommer durch den vielen schmelzenden Schnee er-halten 2 . Es läfst sich gegen diesen zuletzt genannten Ur-sprung der Quellen auf keine Weise das Argument geltendmachen, was Makiotte keineswegs genügend widerlegt, näm-lich dafs sie im Winter wegen des Schnees und Eises ver-siegen müfsten, denn das Eis der Eisberge und Gletscherthaut auch in den kältesten Jahreszeiten durch die bleibendeWärme des darunter befindlichen Bodens auf und der Schneeder Spitzen rollt und gleitet fortwährend in die Tiefe herab.Es unterliegt demnach keinem Zweifel, dafs die durch Ma-hiotte aufgestellte Hypothese über den Ursprung der Quellenim Ganzen die richtigste sey 3 .
Dafs durch Capillarität überall keine Quellen entstehn, läfstsich nach der geringen Höhe , bis zu welcher das Wasser ingeballter Erde aufgesogen wird, mit Bestimmtheit annehmen 4 .
1 Der Eiullufs der Waldungen auf die Quellen zeigt sioh unterandern sehr auffallend, namentlich in Heilbronn , wo der reichlichfliefsende Kirchbrunnen bedeutend abnimmt, wenn diejenige Gegendabgeholzt wird, aus welcher diese Quelle nach anderweitigen entschei-denden Gründen herkommt. S. v. Bruckmann über Artes. Brunnen.S. 355.
2 Vergl. Regen, Menge desselben.
3 Vergl. Bergmaks pliys. Erdbeschreibung.] §. 70. Otto in G.XII. 614.
4 Gehler im Art. Quelle Bd. III. S. 611. berechnet, dafs iu ei-