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Siebenter Band. N - R.
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Quelle.

eines guten Quellwassers ist dann meistens fruchtlos, da sol-ches wegen Hindernisse des Bodens nicht überall vorhandenseyn kann, auch macht der Andrang des reichlichen, in gröfse-rer Höhe angesainmelten und eindringenden Wassers eine be-deutend tiefere Grabung unmöglich, wie dieses namentlich insolchen Ebenen der Fall ist, die bei weiter Ausdehnung sichnicht zu gröfserer Höhe über den Meeresspiegel erheben. Sol-che Brunnen liefern dann ein braldsches, unangenehmes Was-ser, welches am besten durch künstliches Filtriren trinkbar ge-macht wird 1 . Endlich hat man keine Hoffnung, Quellwasserzu finden, wenn man in die Urgebirgsarten eindringen mufs,denn obgleich es auch in diesen Quellen giebt, so sind siedoch selten, und die geringe Wahrscheinlichkeit, man darf sa-gen die blofse Möglichkeit, sie aufzufinden, steht in gar kei-nem Verhältnisse zu dem kostspieligen Eindringen in jene har-ten Felsarten.

Nimmt man die Quellen im weitem Sinne des Worts, solassen sich im Allgemeinen die unterirdischen von den zuTage ausgehenden unterscheiden, wobei die in Höhlen, Flüsse,Seen und selbst das Meer mündenden den letztem beizuzäh-len sind, die erstem aber nur beim Graben der Brunnen oderdem Herabsenken der Schachte in Bergwerken zum Vorscheinkommen. Die zu Tage ausgehenden Quellen finden sich beiweitem am zahlreichsten am Fufse der Gebirge, in Berg-schluchten und Thälern , vorzugsweise häufig da, wo über denhoch hinaufragenden Urgebirgen nicht sehr mächtige Lagenvon Sandstein oder Kalksteinarten oder nur lockere Erdschich-ten sich befinden. Stark bewaldete, ausgedehnte, mit mäfsi-gen Vertiefungen wechselnde Berg- und Hügelgruppen erzeu-gen allezeit eine grofse Menge oder einzelne sehr reiche Quel-len, weit seltener oder gar nicht findet man sie dagegen anden äufsersten, in die Ebenen sich verlaufenden Abhängen derHügel, insbesondere wenn diese wegen ihrer südlichen Lageden Winterschnee nicht lange behalten und wegen Abschiis-sigkeit ihrer Oberfläche das meteorische Wasser schnell ab-fliefsen lassen. Alles dieses steht mit dem angegebnen Ur—Sprunge der Quellen so im Einklänge und wird so häufig durchdie zahlreichsten Erfahrungen bestätigt, dafs es keines weitern

1 Vergl. Filtriren. Bd. IV. S. 245.