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Siebenter Band. N - R.
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Quelle.

liert, insbesondere wenn diese bedeutend mächtig und dieaufgefundnen Quellen minder reich sind. Manche verstehndaher unter artesischen Brunnen blofs solche, bei denen dasin grösserer Tiefe gefundene Quellwasser in Röhren aufsteigtund in der Erdoberfläche ausfliefst, allein dann müfste manzwischen artesischen und Bohrbrunnen einen Unterschied ma-chen, da das Bohren der Brunnen vom Graben derselben nichtwesentlich verschieden ist und man also eben sowohl gebohrteals gegrabene Brunnen finden mufs, deren Wasser nicht biszur Oberfläche der Erde aufsteigt. Allerdings hat es seineRichtigkeit, dafs man in Artois vermittelst des Bohrens häufigsolche Quellen auffand, deren Wasser aus beträchtlicher Tiefebis über die Oberfläche der Erde emporstieg, wovon auch derName der artesischen Brunnen herrührt, allein man darf den-noch dieses Letztere nicht als eine nothwendige Bedingungbei den Bohrbrunnen ansehn. Obgleich also, von dieser Seitebetrachtet, ein Unterschied zwischen den Bohrbrunnen und denartesischen anzunehmen wäre, so werden doch die Bohrver-suche auf süfses Quellwasser fast allgemein nur in der Ab-sicht unternommen, um dasselbe aus bedeutender Tiefe bis zubeträchtlicher Höhe, am besten über die Oberfläche der Erdeaufsteigend zu erhalten, und da es auch bei den eigent-lichen artesischen Brunnen nicht als nothwendige Bedin-gung angenommen wird, dafs in ihnen das Wasser bis überdie Oberfläche der Erde aufsteigt, so darf man unbedenklichdie artesischen mit den Bohrbrunnen als gleichbedeutend an-sehn.

Die seit geraumer Zeit bekannten eigentlichen, jedoch frü-her nicht mit diesem speciellen Namen benannten , artesischenBrunnen verdanken ihren Ursprung gewissen eigenthümlichenörtlichen Verhältnissen, die zwar ausnehmend verschieden seynkönnen, im Ganzen aber sich auf folgende Weise anschaulichFig. darstellen lassen. Wenn m das Ende einer Bergkette oder denEinschnitt eines Thals bezeichnet, worin Quellen enthaltensind, die sich in die muldenförmige Vertiefung cgd über ei-ner für das Wasser undurchdringlichen Erd - oder Felsart ver-lieren, über welcher ein oder mehrere Lager verschiedener,für das Wasser gleichfalls undurchdringlicher Erd- und Fels-arten gelagert sind, so wird sich in den Zwischenräumen eineMenge Wasser versammeln und an irgend einem entfernten