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Siebenter Band. N - R.
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Artesische Brunnen.

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Orte entweder als Quelle zum Vorschein kommen, oder sichiin lockern Erdreich verlieren. Angenommen nn sey einehorizontale Ebene, in welcher sich an irgend einem Orte derAusgang dieser Wassersammlungen befindet, so ist klar, dafsaus jedem Bohrloche, welches unter dieser Ebene bis zur un-terirdischen Quelle herabgesenkt wird, Wasser bis zur Höhedieser Ebene, also über die unter derselben befindliche Erd-oberfläche, aufsteigen wird.

Es ist dieses jedoch nur eine allgemeine und ungefähreDarstellung, aus welcher so viel hervorgeht, dafs die artesi-schen Brunnen jederzeit eine gewisse eigenthümliche Beschaf-fenheit der Erd - und Felslager voraussetzen, desgleichen dafs dieaufgefundnen ächten Bohrquellen nicht allezeit nothwendig überdie Erdoberfläche aufsteigtn müssen, sondern oft auch mehr oderminder beträchtlich unter derselben Zurückbleiben können. DieUnterlagen der artesischen Quellen können Urgebirgsarten, festejüngere Felsarten und selbst wasserdichte Erdarten, als eisenschüs-siger Mergel und Thon seyn, und es ist allezeit ein sichres Zei-chen , dafs man auf keinen günstigen Erfolg mehr rechnen dür-fe , wenn das Bohrloch bis auf Urgebirgsarten herabgesenkt ist,ohne eine Quelle zu erreichen , indem man in solcher zu boh-ren auf keine Weise fortfahren wird. Ueber den unterirdi-schen Wasserräumen sind mehrere, oft zahlreiche Schichtengelagert, die so viel gröfsere Hoffnung eines günstigen Erfolgsversprechen, je häufiger sich solche von Thon und Mergelunter ihnen befinden, denn jede derselben läfst nach demDurchbohren eine Wasserquelle erwarten. In sehr vielen Fäl-len trifft man auch wiederholt auf minder reichhaltige An-sammlungen, setzt aber dennoch das Bohren zuweilen fort,um wo möglich reichere zu finden. Ein Beispiel zahlreichwechselnder Schichten, welches ich aus Bruckmann’s Werkeentlehne, giebt diejenigen an, die beim Bohren eines fast 200F. tiefen Brunnens in Erlangen durchsetzt wurden, und kannzur Uebersicht des Ganzen dienen. Von oben nach untenfolgten folgende Schichten auf einander: zuerst eine beträcht-liehe Lage Sand, dann fester Thonsand, grauer Sandstein undbrauner Thon , hierauf wieder ein beträchtliches Lager grauerthonhaltiger Sandstein , brauner Thon , Sandstein , worunter dieerste Quelle zum Vorschein kam, dann Dolomit, blauer Thonund wieder Dolomit, dann eisenschüssiger Mergel, blauer