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Siebenter Band. N - R.
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Artesische Brunnen.

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aufsteigt, jedoch zeigt er zugleich an einigen belehrenden Bei-spielen , dals auch diese Methode, wegen ihrer Mangelhaftig-keit, der neuesten, in eingesenkten Röhren zu bohren, weitnachsteht und mitunter das Unternehmen gänzlich vereitelt,wie namentlich der Fall war, als die Thonschicht in 336 F.Tiefe noch nicht endete, durch das Seihwasser aber der Thonund das zwischenliegende Sandlager zu grofsen Höhlen aus-gewaschen wurde und die hierdurch gebildete kothige Massedas Bohrloch stets wieder ausfüllte. Ist dagegen das Thonla-ger nicht so beträchtlich tief und hat man die ebengenanntenSchwierigkeiten nicht zu befürchten, so ist jenes einfachere,durch Camili.a 1 deutlich und vollständig beschriebene Ver-fahren genügend, um mit geringem Kosten springende ar-tesische Brunnen zu erhalten. Gegenwärtig ist man indefsauch dort mit den Erfahrungen der Ausländer und den vonihnen vorgeschlagnen vielfachen Verbesserungen hinlänglichbekannt, um das für die jedesmaligen Fälle am besten geeig-nete Verfahren zur Anlegung der so höchst nützlichen artesi-schen Brunnen in Anwendung zu bringen 1 2 .

In den verschiednen Ländern sowohl des südlichen alsauch des nördlichen Deutschlands hat man die aus Frankreich erhaltnen Mittheilungen über die artesischen Brunnen mit gro-fser Begierde aufgefafst und in sehr vielen Fällen, zuweilenmit glänzendem Erfolge, irv Anwendung gebracht. Es wur-den nicht blofs vielfältige Bohrversuche unternommen, son-dern auch bis zu sehr, beträchtlichen Tiefen fortgesetzt; da-neben blieb man nicht bei der blofsen Anwendung der mit-getheilten Verfahrungsart des Bohrens und der hierzu er for-derlichen Werkzeuge stehn, sondern man änderte diese viel-fältig ab und gelangte hierdurch um so mehr zu Verbesserun-gen, je gebildeter und geübter diejenigen waren, die sich mitdiesem Gegenstände beschäftigten. Das Einzelne hierüber er-giebt sich vollständiger aus der bereits sehr reichhaltigen vor-

1 Wiener Zeitschrift. Bd. IX. S. 475.

2 Ueber die Anwendung des Bergbohrers zur Aufsuchung vonßrunnenquellen u. s. w. F. Garmer’s gekrönte Preisschrift mit Zu-sätzen von J. Waldavf v. Waldeksteik. Wien 1824. Desselben: dieneuesten Beobachtungen und Erfahrungen von Garmer , Hericart deThcrt, Baillet, Omalids, Flachat, Bedrrier , v. Brcckmaks u. a.über die Anlage artesischer Brunnen u. s. w. Wien 1881.

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