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handenen Literatur, wobei nur noch zu bemerken ist, dafsinsbesondere Boner in Münster, Seetzler in Lüneburg ,Gugler in Nürnberg und vor allen andern v. Bruckmannin Heilbronn sich als Praktiker durch Anlegung von Bohrbrun-nen ein bedeutendes Verdienst erworben haben 1 .
Es ist merkwürdig, dafs man in minder cultivirten Welt-theilen, als Europa , die artesischen oder ßohrbrunnen bereitsseit so langer Zeit gekannt hat. So erfahren wir durch Shaw 2 ,dafs die Ortschaften von Wad-Reag in der Nähe von Algier ,fern von Bergen und in einer ausgedehnten Ebene liegend,sich auf folgende eigenthümliche Weise Wasser verschaffen.Sie graben Brunnen von 100 bis 200 Klafter Tiefe, schallenden Sand und die Kieselsteine, welche mehrere Lager bil-den, auf die Seite und graben so tief, bis sie auf eine schie-ferige Lage kommen, unter welcher sich der Erfahrung nachWasser befindet. Sie zerschlagen dann dieses nicht sehr festeGestein, worauf das Wasser sofort mit solcher Heftigkeit her—vorbricht, dafs die Arbeiter sich schnell entfernen müssen,wenn sie die drohende Lebensgefahr vermeiden wollen. Dieberühmtesten und merkwürdigsten Bohrbrunnen giebt es aberin China , wo sie durch den Missionär Imbert beobachtet undwiewohl ohne Sachkenntnifs, dennoch ziemlich vollständigbeschrieben wurden 3 . Sie heifsen auch Eeuerbrunnen, weil
1 Vollständiger Unterricht über die Anlage der Bohr- oder ar-tesischen Brunnen n. s. w. von L. Borer. Münster 18SO. 78 S. 8.Zweite Aufl. ebend. 1831.— Einige AVorte über artesische Brunnen undderen Erbohrung u. s. w. Von K. W. Schimmirg. Halle 1831.— Dieartesischen Brunnen , ihre Beschaffenheit u. s. w. Von J. H. Al. Pows,Tiibing. 1831.— Hie artesischen Brunnen. Ein Versuch von J. A. Blume,Dresd . 1831.— Anleitung zur Anlage artesischerlBrunnen. Von J. A.Spetzler. Lübeck 1832.— Gründliche Anweisung des sichersten , ein-fachsten und wohlfeilsten Verfahrens beim Bohren von artesischenBrunnen. In Verbindung mit J. A. Gcgleh bearbeitet von J. Gam-bihler. Nürnb. 1832.— Vollständige Anleitung zur Aulage, Fertigungund neueren Nutzanwendung der gebohrten oder sogenannten artesi-schen Brunnen. Von J. A. v. Brdcrmarh und A. G. Bruckmarr. Heil-bronn 1833.
2 De la Metiierje Theorie d. Erde. Th. II. S. 264.
3 Annales de 1’Association de la propagation de la foi cet. Lyon1829. Janv. Daraus entlehnt durch IIericart de Thury und übers,durch Briicrmarr a. a. O. S. 320. Auch in v. Hcmboldt’s Fragmenten