Artesische Brunne».
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aus ihnen eine Menge SchwefelwasserstofTgas aufsteigt undzum Heizen der Salzpfannen benutzt wird. Es liegen näm-lich im Kreise von Kia-ting-fu (unter 101°, 5 östl. L vonParis und 29°, 5 N. 13.) auf einer Strecke von etwa 10 franz.Meilen Länge und 5 Meilen Breite über 20000 solche gebohrteSalzbrunnen. Die begüterten Einwohner vereinigen sich undbohren sie mit einem Aufwande von 7 bis 8000 Francs. Siehaben gewöhnlich eine Tiefe von 1500 bis 1800 F. und eineWeite von nur 5 bis 6 Zoll, liegen aber insgesammt in Fel-sen. Zuerst wird in die 3 bis 4 Fufs hohe Erdschicht einehölzerne Röhre gesenkt und mit einem Steine bedeckt, wel-cher eine entsprechende Oeffnung von 5 bis 6 Z. hat. Als-dann läfst man einen 300 bis 400 ff schweren Felsbohrer, wel-cher kronenartig krenellirt, oben etwas ausgehöhlt und untenabgerundet ist, darin spielen; dieses geschieht dadurch, dafsein leicht gekleideter Mann einen Hebel, woran der Bohrerhängt, niedertritt, und letzteren dann 2 Fufs tief herabfallenläfst. Läuft kein Wasser von aufsen ein, so giefst man vonZeit zu Zeit einen Eimer Wasser in das Loch, um die zer-malmte Masse in einen Brei zu verwandeln. Der Felsbohrerselbst hängt an einem Rohrseile , welches zwar nur fingerdick,aber so stark ist, als unsere Darmsaiten ; am Arme des Schau-kelhebels, woran es geknüpft wird, befindet sich noch einhölzernes Dreieck, welches bei jedem Flube des Bohrers voneinem zweiten Arbeiter um eine halbe Wendung umgedrehtwird, damit der Bohrer jedesmal anders auffalle. Vier PaareArbeiter lösen sich am Morgen, Mittag, Abend und Mitter-nacht ab, und wenn man drei Zoll tief gebohrt hat, zieht manden Bohrer sammt der zermalmten Masse heraus, indem dasSeil auf eine Walze gewickelt wird. In seltnen Fällen fin-den sich kleine Schichten von Erde oder Kohlen, und dannwird die Arbeit höchst schwierig , weil der Bohrer bei un-gleichem Widerstande nicht senkrecht geht; zuweilen brichtauch der eiserne Ring des Bohrers und dann bedarf es 5 bis6 Monate Zeit, um den alten Bohrer mit neuen Widderköpfenzu zermalmen *. Unter günstigen Umständen werden zwei