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Siebenter Band. N - R.
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gas aufsteigt. Es ist zugleich reichlich in dem das Wasserumgebenden Kiessandbette enthalten, aus welchem es hervor-quillt und in Flaschen aufgefangen werden kann, wenn mandarauf drückt 1 . In der Regel befinden sich jedoch auf derOberfläche der Erde, auf welche das Wasser der Hydrome-teore fällt, einige organische Substanzen, bei weitem zumgröfsten Tlieile aus dem Pflanzenreiche bestehend, wovon ei-niges dem Quellwasser mitgetheilt wird. Die Menge dieserStolle ist so gering, daTs in der Regel der Geschmack da-durch nicht verändert wird, allein es liegt hierin die Ursache,dafs das auf den Schiffen in Tonnen aufbewahrte und das inCisfernen gesammelte Wasser anfangs zu gähren beginnt, sichwenig trübt und einen unangenehmen Geschmack annimmt,bis der Rest der organischen , durch Gährung zersetzten Sub-stanzen niederfällt und das Wasser vollkommen rein zurück-bleibt. Ist die Menge der organischen Substanzen gröl’ser oderwird sie durch die Aufbewahrungsgefäfse vermehrt, so tritteine Art fauliger Gährung ein, welche das Wasser übel rie-chend und schmeckend macht. Das ganz reine Wasser hatgar keinen Geschmack, ist also fade, zum Waschen und zumKochen der Speisen am meisten geeignet, der Gesundheit aufkeine Weise nachtheilig, zum Trinken aber als völlig indiffe-rent nicht angenehm, läfst sich jedoch durch Zusatz einer sehrgeringen Quantität von Kochsalz angenehmer machen.

Das schlechteste und unreinste Wasser liefern diejenigenkalten Quellen und Brunnen , die in flachen Gegenden aus deneindringenden meteorischen Niederschlägen gebildet werden.Enthält die Erdoberfläche viel Humus, insbesondre an bebau-ten und bewohnten Orten, so löst das Wasser eine beträcht-liche Menge der Vorgefundenen, in Zersetzung begriffenen,organischen Substanzen auf, und obgleich die gröbern Theiledurch Filtration um so mehr abgesondert werden, je tieferdas Wasser vor seiner Vereinigung in Quellen oder weit öf-terer in Brunnen herabsinkt, so bleibt doch stets einiger An-theil zurück, welcher dem Wasser einen unangenehmen Ge-schmack ertheilt und es für die Gesundheit nachtheilig macht.Am auffallendsten findet man dieses bei Brunnen in Moorge-genden , weswegen man diese Wasser bald durch den Ge-

1 Edinb. Phil. Journ. VlI. p. 387.