Bestandt heile. 1109
woraus heim ruhigen Stehen Marmor gebildet wird, welcher ingrofsen Platten gehauen und geschliffen blofs zum Gebraucheder Könige bestimmt ist 1 2 3 . Die Masse der durch die Quellenzu Tage geförderten Substanzen ist so grofs, dafs sie zuwei-len ganze Hügel bildet, wie namentlich durch die zu St. Fi-lipe im Toscanischen und nach der Aussage mehrerer Reisen-den, namentlich Menqe’s, häufig auf Island geschehn seynsoll*, was bei der bekannten grofsen inkrustirenden Kraft derdortigen Quellen selbst wahrscheinlich wird.
13. Die versteinernden Quellen, welche VegetabilischeKörper mit Kieselerde erfüllen, zuweilen sie zerstören undKieselsinter an ihre Stelle setzen, haben schon in den frühe-sten Zeiten die Aufmerksamkeit .erregt. Musschenbroek. 3 be-richtet, dafs bereits Vitruv, Strabo, Plinius und CaeSiussolche kannten; ferner erwähnt er einen versteinernden Flufsbei ralimbang auf Sumatra , einen andern in Chili, welcherhineingeworfenes Holz so versteinert, dafs es am Stahl Feuergiebt. In Peru, nördlich von Quito , in der Bucharei und aufIsland giebt es solche, ja sogar einer von den Pfählen derDonaubrücke, welche die Römer unter Trajan im Jahre 104erbauten, wurde bis zu 0,25 Zoll tief Versteinert gefunden,als ihn Franz der Erste 1760 herausnehmen liefs 4 . Merk-würdig hierbei ist, dafs die Kieselerde in solchen Wassernnicht mechanisch fortgerissen wird, sondern Völlig aufgelöstvorhanden ist, wie Vauquelin 5 6 Und Klafroth durch ihreVersuche gefunden haben, da sie bei mehrmaligem Filtrirennicht zurückbleibt 0 .
14. Unter die interessanten Quellen gehoreh die erstneuerdings beachteten, deren Wasser eine geringere odergrofsere Menge Von Schwefelsäure enthält. Die berühmtesteunter diesen ist diejenige, welche von dem jetzt ruhenden
1 Aus Ken Porter's und MoriEr’s Reisen mitgeth. durch KÄVrsin Schweigg. Journ* LIII. 475.
2 Edint). Phil. Journ, N. IV. p. 307.
3 Introduct. <J. 1430.
4 Kirwan Geol. Essays. Ess. IV. p. 139."
5 Ann. de Chim. T. XXXIX. Parfajternent dissoute, heilst eidaselbst,
6 D’Aubuisson Traitd de Geog. f. I. p. 57.
VII. Bd.
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