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Siebenter Band. N - R.
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Rad,

steinigen StraTsen langsam fahren. Die den Landstrafsen ohne-hin nachtheiligen Radnägel sind jetzt fast ganz allgemein abge-schafft, die Rauheiten der Strafsen sind aber im Allgemeinennicht zu vermeiden; inzwischen geht aus dieser Retrachtungschon der Grund hervor, weswegen auf den ganz glatten Ei-senbahnen mit geringer Zugkraft so aufserordentlich grofse La-sten fortgeschafft werden. Einen Ersatz derselben geben diein Italien und England, namentlich Edinburg und London , üb-lichen Steinbahnen , die aus zwei Streifen von horizontal auffestem Grunde liegenden, 2 F. langen, 18 Zoll breiten und 15Zoll tiefen harten Steinen bestehn, über welche die Wa-genräder hinrollen. Diese Einrichtung verdient überall nach-geahmt zu werden, wo es schwere Lasten auf kurze Streckenzu transportiren giebt 1 ; ein anderer, kürzlich in London ge-machter Versuch aber, die Strafsen mit harten Steinen von etwa10 Zoll Höhe und ebener, S Z. Seite haltender, quadratischerOberlläche zu pflastern, wobei noch obendrein die Fugen durcheinen dünnflüssigen Kalkmörkel ausgefüllt wurden, hat deswe-gen keine genügende Resultate gegeben, weil die Pferde wegenzu grofser Glätte darauf gleiten. Ist endlich die Reibung desRadkranzes auf dem Roden geringer als die an der Axe, soläuft das Rad nicht um, wie man zuweilen im Winter bei sehrglatten Schneebahnen und wenn die Schmiere durch Kälte er-starrt ist, wahrzunehmen pflegt.

3) Rollen die Räder nicht auf Stein- und Eisen - Rahnenoder hartem Steinpflaster fort, so erzeugen ihre Reifen einenEindruck, ein Geleise, dessen Tiefe der Weichheit des Rodensdirect, der breite der Radfelgen aber umgekehrt proportionalist. Nach den Untersuchungen von v. Gekstneb, deren Mit-theilung hier zu viel Raum erfordern y^ürde, wächst der hier-durch erzeugte Widerstand in einem gröberen Verhältnisse, alsdie Last; weswegen es vortheilhaft ist, beim Fahren auf wei-chem Roden die Last auf mehrere Wagen zu vertheilen, indemz. R. bei gleichem Gewichte der Lasten mit Einschlufs derWagen die nämliche Last auf einem Wagen 16 Pferde, auf 8Wagen vertheilt aber nur 8 Pferde erfordern würde. Hierausgeht hervor, dafs vierrädrige Wagen besser sind, als zweirä-

1 Es ist mir nicht unwahrscheinlich, dafs solche Steinhahneuauch auf längere Strecken die Eisenbahnen ersetzen könnten.