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Ramme.
wohl seyn, dafs entweder die Tragkraft aus eines unrichtigenBestimmung des Rammklotzgewichts und der Fallhöhe falschberechnet wurde, oder dafs anderweitige Ursachen das Erd-reich allmalig erweichten. Gegen das Letztere ist kein Mittelaufzufinden, im Allgemeinen aber giebt Woltmann die Regel,dafs man in gewöhnlichen Fällen die Hälfte oder den drittenTheil, bei sehr wichtigen Gebäuden, als Brücken, Leucht-thürmen u. s. w., nur den zehnten oder selbst zwanzigsten Theilder theoretisch bestimmten Belastung anwenden solle, nachEytelwein soll dieses nur im Allgemeinen der vierte, nachv. Langsdorf nur der zwölfte Theil seyn, was jedoch, wennrichtig gerechnet worden und der Pfahl während der letzten Hitzevon 30 Schlägen wirklich nur 2 bis 3 Linien gesunken ist, hier-für aber e nur Fufs statt Fufs angenommen wird, zu
einer übergrofsen und kostspieligen Vorsicht führen würde.
' Nach Manger 1 widerstanden die bei Potsdam eingeschlage-nen Pfähle 20 Jahre einer Last von 270 Centn., ohne nachzu-geben , und dennoch waren sie bei einem Gewichte von 10Centn., einem Rammklotze von gleichem Gewichte und einerFallhöhe von 5 Fufs während der letzten Hitze von 25 Schlä-gen noch 5 Zoll eingetrieben worden, wonach also
60 X 10*X 10IX(10 + 10; 2
= 750 Centn.,
also nur das 2,5 fache der Belastung beträgt. Nach dieser undandern Erfahrungen nimmt daher Brix an, dafs in Ueberein-stimmung mit Eytelwein für gewöhnliche Bauten der vierteund für besonders wichtige der sechste Theil der theoretischbestimmten Tragkraft mit Sicherheit als Belastung genommenwerden könne. Hiernach wäre also m = 4 oder = 6, undman erhält
T =
sP 2 Q
oder T" =
sP 2 Q
H)
4e(P-j-Q) 2 — 6e(P+Q) 2
Die Gröfse e wird nach der bisherigen Bestimmung gefunden,nachdem eine gewisse Anzahl von Schlägen beendigt ist. Heilstletztere n und wird ne = E genommen, so istns P 2 Q
E =
mT(P + Q)'
III)
1 Beiträge zur practischen Baukunst. Potsd. 1786. S. 231.