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Einleitung in die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts / von G.G. Gervinus
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Bartholomäusnacht zu; ließ die Jesuiten das Werk ihrer Propa-ganda an allen den Stellen betreiben, wo der Protestantismus inromanischen, halbgermanischen, slavischen Gebieten, in Frankreich,Belgien, Oesterreich, Polen unbefestigt in den Gemüthern war;schürte von Elisabeths bis zu Karls 1. Zeit den Haß Spaniensgegen England, die wichtigste und schwersterreichbare Stütze desProtestantismus; faßte die baicischen Herzoge bei ihrem Eigen-nutz und die geistlichen Fürsten bei ihrem kirchlichen Eifer, umdie große deutsche Restauration einzuleiten, die nachher der ge-lehrige Ferdinand II. ausführen wollte. Der ganze Bortheil eineseinheitlichen Mittelpunktes der Leitung und des Antriebs ent-wickelte sich in diesen Reaktionen der protestantischen Zerklüftunggegenüber; und es ward auf der einen Seite die Störung nöthig,die Frankreichs politisches Sonderinteresse in diese Einheit derkatholischen Welt brachte, um die protestantische Sache in Deutsch-land zu retten, und auf der anderen Seite das ganze Aufgebot derdemokratischen Kräfte des Protestantismus, um ihn in Englandzu erhalten. Wir unterscheiden in dem Zeitpunkte der kritischenHöhe der katholischen Reaktion (in der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts) drei Momente, die ihren endlichen Verlauf in großenZügen charakterisiren. Sie traf Frankreich, Deutschland und Eng-land in verschiedener Weise und nahm in jedem der drei Landeeinen andern Ausgang. In Frankreich führte sie seit Richelieu zugesteigertem fürstlichem Absolutismus und in Folge dessen zumRückgang und Ausgang des Protestantismus. In Deutschlandbedrohte sie imilOjährigen Kriege die im 16. Jahrhunderte geschaffe-nen paritätischen Ordnungen in Reich und Kirche und endigte mitihrer Herstellung und mit dem Stillstände bei diesen Ordnungen.In England rief sie unter den Stuartö den Widerstand aller prote-stantischen Sekten auf und führte in einem starken Rückschläge zur