scharfen Widersprüchen seiner eigenen Lehre und in dem Wechselseiner Zu- und Abneigungen ab. Und in der amerikanischen Ver-fassung erschienen Rousscau's Ideen praktisch geworden als dieGrundsätze eines neuen Staatörechtö.
^Universell» Das Zusammentreffen dieser neuen Staatslehren mit ihrer> 'heuse»!^ Verwirklichung seit der Unabhängigkeit der Colonien in Amerikafranzösischen beschleunigte den Rückschlag der Freiheitsbewegungen aus der^ameriknn^ neuen in die alle Welt zurück. Man hatte von Amerika aus stetsnur materielle Rückwirkungen auf Europa erwartet, jetzt zeigtensich die moralisch-politischen als die größeren. Und dessen warensich die frühesten Einwanderer im 17. Jahrhundert zum Theilschon bewußt, daß sie mit ihren republikanischen Ordnungen allenVölkern ein Beispiel sein würden. Diese Voraussicht hat sich alsrichtig bewährt, selbst ehe noch das überraschende Gedeihen desneuen Staates dazu mitwirkte. Reiz und Wirkungskraft lag alsoin der bloßen Verfassung an sich, und ihre schnellen Erfolge erklä-ren sich aus der mit der Zeit mehr gereiften und verbreiteten politi-schen Bildung. Der Reiz der Verfassung lag in ihrer großen Frei-heit, ihrer schlichten Vernünftigkeit und Natürlichkeit, ihrer Grund-sätzlichkeit und Folgerichtigkeit, in ihrer Anwendbarkeit anf alleVölker, die mit ihren gegenwärtigen Zuständen zerfallen warenund unter den Einrichtungen aus ihrer Vergangenheit nichts Er-haltungswürdiges entdeckten. Dieß war der Punkt, wo die Wir-kungen der amerikanischen Verfassung in Kraft ihrer Grundsätzlich-keit eine stärkste Handhabe fanden. Bisher war in allen freiheit-lichen Bewegungen von besonderen Rechten und Freiheiten die Redegewesen. In der Bezeichnung selbst lag der Begriff einer ungenü-genden Ausnahme von einer herrschenden Unfreiheit. Und ineinem Lande wie Frankreich waren selbst jene einzelnen Freiheitenbis zur Vergessenheit verloren; die unvergessenen waren unvoll-