genöthigt war, unter die ihn begleitenden Mieths.Truppengroße Summen zu vertheilen; Sparta allein erhielt 5000Talente. *) Darius prägte Goldmünzen von großer Feinheit,Darics genannt; ihr Werth wird auf beiläufig 25 Schillingeheutiger Wahrung geschätzt. In späterer Zeit wurden imAllgemeinen alle Goldmünzen Daric genannt, welche nur ge-ringe Beimischung andern Metalls enthielten, und man be-zeichnete mit diesem Namen mehr die Feinheit als den Werthder Münze. Diese Darics wurden nur in sehr beschränkterAnzahl geprägt, und verschwanden ihrer Feinheit wegen baldaus dem Umlaufe; daher ihre große Seltenheit. HeutigenTages sollen nur noch zwei Stücke bekannt seyn, von deneneines in der Sammlung des Lord Pembroke sich befindet.Dessen Gepräge stellt einen Bogenschützen vor, was zu einemalten Wortspiele Veranlassung gab. Es wird nämlich erzählt,daß Agesilaus, König von Sparta, von Darius mit 30,000Darics gewonnen wurde, um sich von der Allianz mit denübrigen griechischen Staaten zurück zu ziehen. Aus die Vor-würfe über seinen Verrath soll er erwiedert haben, daß erdurch 30,000 Bogenschützen zu dem Aufgeben seiner Opera-tionen gezwungen worden sey.
Griechenland.
Der Reichthum des Königs Crösus von Lydien (beiläufig540 Jahre vor Christo) ist zum Sprüchworte geworden. Ueberdessen Größe fehlen zwar nähere Ueberlieferungen; indeß läßtsich derselbe ohngefähr aus den reichen Geschenken ermessen,welche er dem Tempel von Delphi machte, und welche nachHerodot") und Diodor"*) 4000 Talente Silber und 270Talente Gold, oder nach heutiger Währung gegen drei Mil-lionen. Pf. St. betrugen. Wir finden in Herodot eine Er-zählung, welche sowohl den Reichthum dieses Königs, alsdie Sitten seiner Zeit schildert. Als Crösus seine Lydier vonSardis an das delphische Orakel sandte, wurden sie von derFamilie der Alcmänoiden in Athen mit vieler Gastfreundschaftempfangen, und meldeten dieß ihrem Herrn nach ihrer Rück-
*) Isocr-N. N2.
") Herodot B. 1, Cap. 50.
*") Diodor B. 16, Cap. 56.