zustanden. Letztere leiteten die Anstrengungen und Arbeitenihrer Untergebenen ganz nach ihrem Willen. Keilte Classebesatz ein Eigenthum, welches dieselben nicht ansprechen undfür ihre eigenen Zwecke verwenden konnten. Beispiele davonsehen wir im Königreiche Lydicn unter Crösus und in Celänäunter Pytheus, welche beide Herrscher allen von ihren Unter-thanen den Eingeweiden der Erde abgerungenen Metall-Reichthum an sich zogen.
Daher fanden sich die edlen Metalle nur in den Händender Monarchen. Letztere selbst aber, obgleich Könige genannt,erschienen ihrerseits wieder gleichsam nur als Vasallen oderLehensträger jener größer» Monarchen, welche nach und nachin den östlichen Reichen Assyriens und Persicns auftraten;daher die von den ersteren gesammelten Reichthümer bei jedersich ergebenden Gelegenheit um so leichter den letztem in dieHände sielen und nach Babylon und Ekbatana flössen, wiedas Verlangen der großen Souveraine es bestimmte. Wäredagegen Gold und Silber schon dazumal, wie es in späternEpochen und noch mehr in neuerer Zeit geschah, unter densämmtlichen Bewohnern der kleinen Königreiche in der Formvon Geldmünze vertheilt gewesen, hätte es als das allgemeineMedium und Werthmaaß alles Verkehrs gegolten, so würdees weit größere Schwierigkeit gehabt haben, dasselbe in sogroßen Massen zusammenzubringen und nach jedem vorge-fallenen Siege von einem Theile der Welt in den andernzu transportiren.
Ehe das Gold und Silber als Münze gebraucht wurde,dessen Besitz noch als ausschließendes Privilegium der Königeoder Priester galt, und die Hauptniedcrlagen davon die Pa-läste von Salomon, Krösus, Pytheus, Darius oder die Tempelvon Jerusalem oder Delphi waren, unterlagen diese großenReservoirs allen Bewegungen, welche die verschiedenen Ero-berer im Lause der Zeiten ihnen verzeichneten.
Während des kurzen Bestandes des babylonischen Reichs,zwischen der Periode, als auch die assyrische Monarchie damitvereinigt war und jener dessen Unterjochung durch die Medcrund Perser hatte sich der Metallreichthum in jener Stadtauf eine staunenswürdige Weise vermehrt. Die in den öst-