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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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noch geringe Fortschritte erlangt hatte; dieselbe war daherin der That nur eine unvollkommene Plattirung, welche nachPlinius Beschreibung mit einer Art Leim auf Holz befestigetwar und es ist wahrscheinlich, daß die Schilder der Samniterin dieser Art mit Gold überzogen waren (aura coelnta);gleichwie auch die Statue des Apollo zu Delphi.

Um die Zeit des Augustus begannen die Römer das Täfel-werk ihrer Tempel und Palläste zu vergolden; das erste Ge-bäude, worin diese Verschönerung angewandt wurde, war dasCapital, deren Kosten werden von Plutarch*) auf 12,000 Ta-lente angegeben und daher wird dasselbe von Virgil **) -mreaund von Horaz lulgens genannt.

Allmählig ging diese Art Decoration von öffentlichen Ge-bäuden auch auf Privatwvhnungen über.

Das Täfelwerk zwischen dem Gebälke wurde vergoldet,worüber Horaz sich ausdrückt: lib. II. Oä. 18.

mea remäot in äomo laeunar;

und in gleicher Art Virgil in der Aeneide I. 1. 726.

Auch diese Art der Vergoldung der Alten, bei welchereine weit geringere Ausdehnung der Oberfläche im Verhältnissezur Metalldicke Statt fand, bewirkte einen viel kleinerenVerlust an Metall durch Reibung und Abnützung als unseremodernen Vergoldungen.

Die übrigen Arten Vergoldung von Metallen und Por-cellain neuerer Zeit waren im Alterthume unbekannt, daherauch die hierdurch bewirkte Consumtion, welche dem Reibungs-verluste der Münzen zunächst steht, dazumal ganz hinweg siel.

Die Verfertigung von Gold- und Silberdraht war denAlten unbekannt, ebenso.von Borten aus diesen Metallen:wiewohl von einigen dafür gehalten wird, daß etwas Aehn-liches zu den Stickereien verwendet worden sei. Man schloßdieß aus einer Stelle von Properz***), in welcher er von

*) Plutarch im Publicola.

") Aeneide 8. B. 348.

**-) Propertius U>>. III. S. 18.