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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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96
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Goldeinwirken (-mrum intoxers) spricht und die aus solchenStoffen verfertigten Gewänder vsstes ^ttalieas nennt; vonStollens oder ^ttalu8, den man als Erfinder solcher Gewebenennt.

Als der Luxus des Orients in Rom sich zu verbreiten be-gann, war dessen erste Folge der Gebrauch von Gold zu ver-schiedenen Ornamenten und häuslichen Zwecken. So wurdedie leotica oder der Tragsessel, welcher aus Asien kam undnachCurtius*) aus massivem Gold bestand, zu Rom in Holznachgeahmt; aber, wie Athenäus berichtet*'), mit goldenenFüßen; solche Tragsessel oder Sänften kan en zuletzt so häufigin Gebrauch, daß Cäsar dieselben verbot, mit Ausnahme vonPersonen gewissen Alters und Ranges und an gewissen Ta-gen. "*) Die Gebisse der Pferde, Zäume und Halsbänderwaren von Gold; ihre Decken mit Gold und Purpur ge-schmückt. ch) An ihren Wägen befanden 'sich Verzierungenvon Gold, Silber und Edelsteinen.

Die Emaillirkunst, obwohl schon zu Plinius Zeiten be-kanntH), schien demohngeachtet noch wenig vorgeschritten zuseyn. Derselbe beschreibt sie mit folgenden Worten: Die Altenerfanden das Malen mit Silber, um beim Trinken die Bil-der ihrer Gottheiten im Becher zu erblicken und hierdurch ineine andächtige Stimmung versetzt zu werden. Dieser Ge-brauch wurde so allgemein, daß selbst die bei ihren Triumph-zügen mitgeführten Bildsäulen nur dann geschätzt werden,wenn sie emaillirt und schwarz bemalt sind und die Wahr-nehmung ist wirklich befremdend, daß diese Statuen weithöher geschätzt werden, wenn der natürliche Glanz der Me-talle verborgen und übermalt ist.ssss-s) Nach der Beschreibungder Zubereitung des Emails von dein nämlichen Schriftsteller

. *) Curtius VIII. S.

Athenäus V. 10.

"*) Suetonius Cäs. 43. cl. 28 .-s) Virgil Aeneid. VII. S7V.s-h) Plinius XXXIII. c. 3,-ssch) Eb. das. I. 33. n. 4.