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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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dings nicht mehr im Stande waren die Zahlungm zu leisten.Das fruchtbare und glückliche Eampanien, der Schauplatzfrüher Siege und der reizenden Zurückgezogenheit der römi-schen Bürger enthielt 60 Jahre nach Constantins Tode 330,000engl. Morgen verlassenes und unfruchtbares Land; ein Achteldes ganzen Areals der Provinz, für welche nach vorgängigcrofficieller Aufnahme und Bestätigung die Abgaben erlassenwerden mußten. Da zu jener Zeit die Barbaren Italiennoch nicht betreten hatten, so läßt sich diese in den Gesetz-sammlungen bestätigte höchst auffallende Thatsache nur durchdie schlechte Verwaltung der römischen Kaiser erklären." (A.a. O. p- 87.)

Inzwischen sollte diese Schlußfolge Gibbons und andererSchriftsteller nicht unbedingt und ohne nähere Untersuchungangenommen werden. Allerdings mag die römische schlechteVerwaltung eine Ursache dieser staunenswürdigen Verwüstunggewesen seyn, welche sich noch vor dem Einbrüche der Bar-baren kund gab; allein eine zweite Ursache war hierbei nichtweniger wirksam, welche inzwischen wegen ihrer geringernBemerkbarkeit oder ihres fast unmerklichen Fortschreitenstheils der Aufmerksamkeit der Regierungen, theils der Kennt-nisnahme der Geschichtschreiber entgangen seyn mag. Währenddie Production der edlen Metalle aus den Minen aufgehörthatte und aus jenen Ländern, welche selbe beherbergten, längstdie früheren Ausbeuten in das ganze Reich geflossen waren,mußte nothwendig eine constante.Consumtion und Abnahmeder edlen Metalle Statt finden, wodurch ein stets tieferesSinken der Metallpreise für alle übrigen Utensilien und eineHemmung der allgemeinen Industrie hervorgebracht wurde,durch welche unter allen Umständen doch nur ein Land indauerndem Wohlstände sich zu erhalten vermag.

So schwierig es ist, diese Wirkung genau abzuwägen, somußte selbe doch in der Periode, welche unserer gegenwärtigenBeleuchtung unterliegt, in ungemeiner Stärke hervorgetretenseyn. Eine nähere Ermittelung derselben dürfte daher hiernicht ungeeignet erscheinen. Um hierfür bei dem Mangeljeder bestimmten Angabe über die Quantitäten der umlaufenden