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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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welchen für einige Fälle Galeeren-, für andere Todesstrafeverhängt wurde.*)

Ohne ferner bei den Münzen des Mittelalters zu verweilen,bemerken wir nur, daß dieselben weit dicker geprägt warenals die neuern Geldsorten, daher nach Verhältniß auch einergeringern Abnützung unterlagen.

Man hat zureichende Gründe anzunehmen, daß in dereben erwähnten Zeitepoche nur ein kleiner Theil der vorhan-denen Gold- und Silbermasse zu andern Zwecken als zu Geldverwendet worden sey. Zwar dienten die edlen Metalle auchdazumal zu häuslichen Utcnsilien, zu Gefäßen und Verzie-rungen für den Gottesdienst und zum Schmucke; allein insehr beschränktem Maaße und außer den Kirchen blos in denhöhern Classen der Gesellschaft. Der größte Theil des edlenMetalls daher, welches nicht ausgeprägt war, befand sichzugleich mit der größeren Masse an gemünztem Gelde in denSchatzkammern der Regenten und Regierungen für außeror-dentliche Fälle aufgespart. Als König Richard von Englandin Oestreich, Ludwig von Frankreich in Egypten und Johannvon Frankreich in England gefangen gehalten wurden, be-wirkte man die Aufbringung der Lösegelder durch Requisitionder Gold- und Silbergeschirre der Edlen und der Gotteshäuserin allen Theilen ihrer Gebiete. Diese wurden dann entwedervon den Gebern oder von den Empfängern in Münze um-gewandelt und vermehrten auf diese Art die umlaufende Geld-masse. In ruhigen Zeiten dagegen, welche das Aufkommendes Luxus begünstigten, fand wahrscheinlich der umgekehrteFall Statt und Geld wurde in Verzierungen und Luxusartikelumgewandelt; allein beiderlei Fälle mußten nothwendig zurConsumtion eines Theiles der Metallmasse beitragen. BeimSilber findet ein geringer Verlust bei Umschmelzungen Statt,bei dem Golde gar keiner; jedoch wird dasselbe durch die Ver-arbeitung zu Verzierungen und zum Schmucke gewöhnlich inso kleine Theile getheilt und mit fremdartigen Stoffen ver-

*) Schmidt Geschichte der Deutschen. B. II- S. 38S u. B. IV. S. 27.(Lüttiger Aug. von 1784.)