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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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17
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Dazumal lieferte das deutsche Reich mit den Ländern,welche späterhin mit demselben in Verbindung kamen, mitEinschluß von Böhmen, Ungarn und Preußen die geringenProductionszuschüsse an edlen Metallen, welche die Gcsammt-masse derselben in Europa unterhielt. Diese Lander warenunter einem strengen Feudalsysteme in verschiedene unabhän-gige kleine Herrschaften getheilt; sämmtliche in gegenseitigerEifersucht und oft in Zerwürfnissen begriffen. Land- undWasser - Communicationen waren unsicher; der Schutz derPersonen und des Eigenthums für die Durchreisenden vondem Interesse, den Begierden und Launen der verschiedenenFürsten und Edlen, welche die kleinen Gebiete beherrschten,abhängig. Bei solchem Zustande der Gesellschaft mögen wohldie durch die Arbeit der Vasallen erworbenen edlen Metallesür's Erste aus den festen Burgen der adeligen oder fürstlichenRaubritter aufbewahrt worden seyn, da der Verkehr nichtbeschützt und der Handel beinahe unbekannt war. Inzwischenwar eine lange Aufspeicherung solcher Schätze den Besitzernunnütz, daher die nächste Veranlassung zum Umtausche der-selben gegen andere Utensilien gegeben, welche entweder zurErhaltung und Vergrößerung ihrer Macht oder zur Entwick-lung ihres Luxus bei den prachtvollen Turnieren dienten, alsdem Hauptschauplatze für jene kleinen Herrscher, um ihre Machtund ihren Reichthum zur Schau zu tragen. Allein die Be-dürfnisse für die Turniere konnten nicht durch heimische In-dustrie befriedigt werden. Die Waffen und Decorationen derRitter, die prachtvolle Kleidung und der Schmuck der Da-men, deren Gegenwart jene Versammlungen und Feste be-lebte, waren Erzeugnisse des Auslandes, wofür ihre eigenenGebiete keine andern Aequivalente lieferten als Silber undGold. Diese Metalle wurden daher ausgetauscht gegen diekostbaren Rüstungen von Mailand, die reichen Sammt- undSeidenstoffe von Bologna und Genua, gegen die kleinenLuxuswaaren von Venedig, und die Specereien, Parfüme-riecn und Juwelen des Orients.

Die innern Zustände Deutschlands überhaupt, dessenMangel an auswärtigem Handel und Schifffahrt, endlich dieniedrigen Preise der Artikel erster Nothwendigkeit, welcheii r