von Utensilien überhaupt, als insbesondere auch des größtenAntheils an edlen Metallen erhalten, insofern der Austauschder letztem gegen ausländische Erzeugnisse nicht vorgezogenwird. Bei vollkommner Verkehrsfreiheit bewegt sich der Ein-und Ausgang von Gold und Silber ganz nach den wahrenInteressen des Landes. Steht es im Jnlande in geringermWerthe, so strömt eS nach außen und in umgekehrtem Fallekehrt es zurück; beide Falle aber können wohlthätig wirken.Da die edlen Metalle unter allen Utensilien die compendieu«festen sind und ihre Aufbewahrung weder nachtheilig für dieWaare, noch kostspielig ist, so werden auch reiche Länder imBesitze der größten Massen derselben sich befinden, wenn gleichfür den Umlauf im allgemeinen Verkehr weniger davon er-fordert würde. Ein Theil davon wird dann in Luxusartikelfür Schmuck und häusliche Einrichtungen umgewandelt undjedes reiche Land wird solche nach Verhältniß seines Reichthums an Gütern überhaupt besitzen. —
Dieß finden wir in den verschiedenen Ländern Europaswährend der gegenwärtig betrachteten Epoche bestätigt. Ita.lien besaß den blühendsten Handel und die größten Güter«Massen jeder Art; seine Bewohner, angeregt durch den Ein-fluß und die Vorbilder Griechenlands und begünstigt durchihren Reichthum machten Fortschritte in den schönen Künsten,allein sie schmückten ihre Paläste nicht nur mit Malereienund Skulpturen sondern auch mit Geschirren und Utensilienverschiedener Art von Gold und Silber. So thaten diePitti, die Medici in Florenz und viele andere Familien, welchein Handelsstädten große Reichthümer erworben hatten. Da-gegen wird wenig von Gold und Silber-Geschirr in Deutsch-land und Frankreich zu jener Epoche erwähnt und es scheintnach den Beschreibungen von Turnieren und andern Fest-gelegenheiten, daß man für öffentlichen Prunk mehr auf denAnkauf von Perlen und Edelsteinen als von Geräthschaftenaus Gold und Silber verwendet habe. Juwelen ließen sich
SS»,00« Pf. St. heutiger Währung berechnet. Seine Ausfuhr anWolle, Leder, groben Tüchern betrug 284,184 Pf. St. und dieEinfuhr an Seidenwaaren, Spccercicn, Weinen, feinen Tüchernund andern Luxuswaaren nur -8,V7a Pf. St,