theils von ihrer Erschöpfung, theils aber auch von dem gro-ßen Antheile des Kaisers, an der Ausbeute herrühren mag,welcher den Unternehmern zu geringen Ersatz für ihre Ge-winnungskosten übrig läßt. Die ganze Quantität edlen Me-talles daher, welche Japan zum allgemeinen Weltstocke bei-trägt, ist wahrscheinlich gering und besonders in dem Falle,wenn der Geschmack so reicher Verzierungen der kaiserlichenPaläste und kostbarer Hausgeräthe noch gegenwärtig herr-schend ist.
Wir begnügen uns, nur um den Anschein der Vergessen-heit zu vermeiden, mit der bloßen Erwähnung Japans, daein Einfluß dieses Landes auf den Zweck unserer Untersuchung,zumal bei der unvollkommenen Kenntniß dieses Landes allerWahrscheinlichkeit gemäß nicht Statt findet. —
Bei einem Ueberblicke der gesammten Production Asiensan edlen Metallen vermögen wir ihren jährlichen Betrag,mit Annahme einer beiläufigen Summe für Ava, China undJapan nicht höher zu schätzen als auf 380,000 Unzen Goldund 60,000 Unzen Silber. Wird das erstere Metall nur zu3 Pf. St. 5 Sch. Werth für die Unze, als dem geringenGrade der Reinheit dieses Goldes, angeschlagen und die Unzedes letztem zu 5 Sch., so ergibt sich:für 380,000 Unzen Gold zu 3 Pf. St.
5 Sch. 1,235,000 Pf. St.
für 260,000 Unzen Silber zu 5 Sch. . 65,000 „ „
für Silber aus der Türkei. 100,000 „ „
Gesammtproduction Asiens . 1,400,000 Pf. St.
Bei dem Mangel an authentischen Thatsachen und Ma-terialien sind wir genöthigt Combinationen an ihre Stelle zusetzen, welche, so fern oder nahe sie auch der Wahrheit ste-hen mögen, doch in Ansehung des Verhältnisses der Ausbeutevon Gold zu Silber richtig zu seyn scheinen und die Schluß-folge zulassen, daß Asien beiläufig 10 bis 12 mal soviel Goldals Silber producirt. Von den ältesten Zeiten an fand zwi-schen der westlichen und östlichen Welt ein steter Austauschvpn Silber gegen Gold statt. Das letztere wurde in Asienselten als Geld gebraucht, weder gemünzt noch ungemünzt;