334 Sachregister.
sondere die ßergflüsse zudämmen, so dass durch deren An-schwellcn grosse Tliäler in tiefe Seen verwandelt werden. Aelin-liclie Verheerungen verursachen hcrabstiirzende Gletschcrmassen(vergl. Bd. IV. S. 1308). Dabei muss man aber berücksichti-gen, dass auf den höchsten Berggipfeln selbst im Sommer ofttiefer Schnee fallt, aus welchem Lawinen entstehen und herab-fallen können.
In der Schweiz unterscheidet man viererlei Arten Lawinen:
1) Staublawinen, welche nach Kasthofer nie Steine mitherabbriugen, weil sie über der harten Kruste der unterenSchneeschicht staubartig als lockerer Schnee herabrollen.
2) Grundlawinen, von minder steilen Bergen, wenn imFrühling herabfliessendes Wasser die untere Lage des Schneeswegschmelzt und die obere, gleichfalls zusammengefroreue,Schneemasse herabstürzt. Diese bringen viele Steine mit herab,sind aber minder gefährlich, weil sie in der Regel aus gerin-geren Höhen kommen, in welchem Falle sie nicht zerstäuben,wohl aber wenn sie aus grossen Höben herabfallen. 3) Glet-scherlawinen, wenn ein Tlieil eines fortgeschobenen Gletschersabbricht und herabfällt. Aus geringeren Höhen herabkommendsind sie nicht gefährlich, wohl aber aus grösseren, in welchemFalle sie entsetzliche Verheerungen anrichten, wovon im Werke(Bd. IV. S. 1308) die Rede war. 4) Suoggilawiuen.Diese haben ihren Namen von Suoggeu, so viel als langsamherabgleiten, wenn eiue Eismasse sich langsam fortschiebt, bisihr unterer Theil seine Unterstützung verliert und herabstürzt,Aehnlicke Arten kommen in allen mit hohen Bergen versehenenLändern unter mittleren und hohen Breiten vor, so namentlichim Kaukasus . Im Jahre 1766 fiel eine Lawine in den Terckund sperrte ihn, so dass das Wasser zu 258 engl. Fuss Höbestieg. Eiue im Jahre 1817 lierabfalleudc bedeckte einen Raumvon 4 engl. Quadratmeilen mit Schnee, welcher an den höch-sten Stellen 168 Fuss Tiefe hatte und den Terck sperrte, des-sen nachher hervorbrechende Fluthen alles verheerten 1 .
lieakie. Flutherscheinung bei Flüssen. III . 61.
Lebenskraft oder Lebensprincip. VI. 111. Wesen des Lebens undUnterschied zwischen organischen und unorganischen Körpern. 112.ihre Aeusserungen. 117. ob es nur eine einzige allgemeine giebt.119. bewirkt Verbindungen und weit mehr Zersetzungen. IX. 1987.
1 Ker Porter’s Reisen u. s. w. Weiuu 1823. S. 172.