338 Sachregister.
tenden Wirkungen äusseru. Körper, die ohne Dampfbildungverglimmmcn, wie z. B. Kohlen, bilden eine rauhe, mit feinenSpitzen versehene Oberfläche, und erhalten durch diese ihrLeitungsvermögen, die Flamme des massiven Schwefels aber,welcher vor dem Verbrennen erst flüssig wird und datier keineSpitzen erhält, ist aus eben dieser Ursache nicht leitend', dieDavy’schen Glühlämpcheu dagegen bilden eine solche MengeDampf, dass sie dadurch leitend werden; eine Kerzenflammewirkt durch die Dampfspitzen, nach dem Ausblasen wirktder Dampf noch einige Zeit, der glimmende Docht aber istnichtleitend, bis* sich an ihm Kohlenspitzcn bilden, die daunwieder leitend wirken. Stört man die Bildung der Dampfspitzender Flammen durch eine sie umgehende Röhre, so vermindertsich ihre Leitungsfälligkeit.
Neuerdings hat man nngefangcu, die Wichtigkeit des durchÜ1IM aufgestcllten Gesetzes gebührend anzuerkeunen und das-selbe bei allen elektrischen Untersuchungen zu Grunde zu le-gen oder mindestens zu berücksichtigen. Hierzu haben ohneZweifel die Bemühungen Pouillet’s viel beigetragen, welcher,mit jenem Gesetze unbekannt, durch eigene Untersuchungengleichfalls zu demselben gelangte *. F. C. Henri« hat die vonPouiLLET gefundenen Formeln auf die von OiIM gegebenen zu-rückgeführt 1 2 .
Ausser diesen allgemeinen Bestimmungen bemühten sich diePhysiker anhaltend, die Gesetze der elektrischen Leitung und,was damit innig verbunden ist, des dieselbe hindernden Wider-standes genauer aufzufiuden. Vor allen Andern gehören hier-her die Versuche von Lenz, wodurch er den Einfluss der Tem-peratur auf das Leitungsvermögen einiger Metalle bestimmte,indem man bis dahin nicht weiter, als zu den Resultaten H.Dayy’s 3 gekommen war, wonach Platin durch Hitze an Lei-tungsvermögen abnimmt. Zur Erregung des elektrischen Stro-mes diente ihm eine magnetoelektrische Maschine, zum Messeuder Stärke ein Galvanometer, der zu prüfende Draht aber