Leiter.
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wurde auf eine Glasröhre gewickelt und, nachdem letztere heraus-gezogen war, auf eine Thermometerkngel geschohcu, um mitdieser in ein Gcfass mit Ocl gesenkt zu werden, welches zurVermeidung der Dämpfe durch einen Deckel mit einem gebo-genen Rohre versehen war, das m einen mit Eis umgebenenGlaskolben mündete; ein sehr empfehfenswerthes Mittel, um denunerträglichen Wirkungen des Oeldampfes zu entgehen. VierBeobachtungen, zwei hei steigender und ebenso viele bei ab-nehmender Temperatur, gaben ein Resultat. Um die Leitungs-fähigkeit der Metalle bei verschiedenen Temperaturen auf einallgemeines Gesetz zurückzubringen, wählte Lenz den Ausdrucky» = x + yn -{- zu 4 ,
worin y„ die Leitangsfähigkeit hei der Temperatur von n Gra-den R., x die hei 0° und y, z zu bestimmende Coeflicientcubezeichnen. Die Rechnung ergab :
Silber y« = 136,250 — 0,49838 • u + 0,00080378 . n 4
Kupfer y„ = 100,000 — 0,31368 . n + 0,00043679 . n 4
Messing y« = 29,332 — 0,05168 . n + 0,00006132 . n 4
Eisen y„ = 17,741 — 0,08374 . n + 0,00015020 . n 4
Platin y„ — 14,163 — 0,03890 . u + 0,00006586 . n 4 .
Obgleich die Versuche nur bis 200° ausgedehnt wurden unddaher die Formel auf höhere Temperaturen keine sichere An-wendung gestattet, so lässt sich doch aus allen das Minimumdurch Differentiircn der Formel finden, wonach die Metalle dannwieder au Leitungsfähigkeit zunehmen müssten. Dieses Mi-nimum liegt für
Silber
bei 310°,05 und beträgt 59,00
Kupfer
— 359,00 —
— 43,70
Messing
— 421,50 —
— 18,46
Eisen
— 278,80 —
— 6,01
Platin
— 295,30 —
— 8,41.
Da die Temperatur der Leitungsdrähte meistens unbekannt ist,sofern sie sich ira Strome erhitzen, so lässt sich ihr Leitungs-vermögen ohne gleichzeitige thermoinetrische Messung nichtbestimmen L Später dehnte Lenz diese Versuche auch aufGold, Zinn und Blei aus, für welche er nach der obigen Be-zeichnung folgende Werthe erhielt :
1 Mein, de l’Acad. des Sc. de St. Pet. 3ine Ser. Sc. math. etphys. T. II. p. 631. Poggeudorff Ann. Bd. XXXIV. S. 418.
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