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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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Passivität.

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mit dem Platindrahtc geschlossen wird; ist aber der Platin-draht zuerst eiugetaucht und der Eisendraht mit dem positivenPole verbunden, so zeigt er sich nach dem Schlicsscn der Kettepassiv, und bleibt dieses auch, nachdem er von der Säule ge-trennt ist. Spätere Versuche 1 bewiesen, dass das Eisen diesenpassiven Zustand nur gegen den Sauerstoff, aber nicht gegenandere negativ - elektrische Elemente annimmt. Taucht maneinen zur Gabel gebogenen Eisendraht mit beiden Schenkelnin Salpetersäure von 1,35 spec. Gew., so erfolgt lebhafteAuflösung; zieht mau ihn nach etwa einer Secunde heraus undhält ihu einige Augcuhlickc an der Luft, so ist die Wirkungschwächer, und nach einigen Wiederholungen dieses Verfahrenszeigt sich der Draht ganz passiv. IterUhrt man demnächsteins der Enden mit ciuem Kupferdraht, so werden beide lang-sam activ, aber merkwürdigerweise in Absätzen, so dass dieZustände der Activität und Passivität stosswcisc wechseln, bisder erstere dauernd wird.

Die eben erwähnten pulsircnden Erscheinungen hat L.Gmelin 2 weiter verfolgt. Schönbein bemerkt wiederholt, dassdie Passivität des Eisens in höheren Temperaturen verschwän-det. Gmelin nahm Säure von 1,5 spec. Gewicht und fand bei80° C. die Gascutwickcluug beginnend; bei 100 n dauert sierubig fort und die Säure sättigt sich so stark mit Eisenoxyd,dass sic syrupartig wird und heim Erkalten zu einer gelbbrau-nen, faserigen Masse gesteht. Erhitzt mau die Säure mit demDraht bis zum heftigen Sieden, so wird letzterer sogleich odernach einiger Zeit pulsirend, ein Drahtbundcl aber kann schonin der im Wasserbade erwärmten Säure pulsirend werden, weildie Temperatur durch die Auflösung der grösseren Masse ge-steigert wird. Der pulsireudc Draht zeigt bei 100° C. einestärkere Gascutwickeluug, als der nicht pulsireudc, die Gas-cutwickelung nimmt in der Regel von oben nach unten allmä-Iig zu und steigert sich plötzlich unter Bildung grosser Illasenbis zum Herausschleudern der Säure. Die Gasentwickelungfängt dann wieder schwach an und steigert sich bis zur ge-nannten Explosion in Intervallen, die um so kürzer sind, jeweniger Eisen von der Säure aufgelöst ist. Taucht mau das

1 Poggendorff Ann. Bd. XXXVIII. S. 444. 493.

2 Handbuch der Chemie. 4. Auf], Bd. I. S. 317.