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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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430 Sachregister.

pulsircnde und das active Eude eines Eisendrahts in Säure'hei100° C., so pulsirt oft zuerst das erster« einig« Male fiir sich,dann auch das andere, und jedesmal gleichzeitig. Nimmt manden Draht vor dem beginnenden Pulsircn heraus, so läuftdas pulsirende Ende sogleich braun an, während das nichtpulsircnde blank erscheint, nach dem Pulsircn aber herausge-zogen laufen beide Enden an der Luft braun an. Verbindetmau einen pulsircndeu und einen nicht pulsirenden Draht miteinem Galvanometer, so zeigt sich crstcrer bei 100° in derSäure positiv - elektrisch, die Abweichung der Nadel nimmtzu, bis zum Eintritt des Pulsireus, worauf sie sogleich zu-rückgeht.

Dieses eigeuthümliche Verhalten der Metalle, namentlich desEisens, wovon hier nur die hauptsächlichsten Erscheinungenmitgetheilt worden sind, musste nothwendig die Aufmerksamkeitder Physiker erregen und sie antreiben, nach der Ursache des-selben zu forschen. FarADAY 1 , welchem Schönbein seine Ent-deckung mittheilte, wiederholte die Versuche unter verschiede-nen Modificatioueu. Unter anderem fand er, dass ein Eisen-draht, mit dem einen Ende eines Galvanometerdrahtcs verbun-den , durch das gleichzeitige Einsenken eines mit dem andernEnde desselben verbundenen Platindrahtcs in Salpetersäure pas-siv wird, ja selbst ein kleiner Platiudraht, mit einer grossenMasse Eisen verbunden, macht diese passiv, statt dass Zinkden berührten Eiscndraht noch activer macht. Zwei mit demGalvanometer verbundene Drähte, ciu Eisen- und Platindraht,iu Salpetersäure von 1,35 spec. Gewicht getaucht, gehen eiuenelektrischen Strom und das Eisen ist positiv, bald hört aberdie Auflösung desselben auf uud damit der elektrische Strom;das Eisen ist passiv. Ehen diese Wirkungen gebcu Gold undKohle statt des Platins. FARADAY glaubte die Ursache derPassivität des Eisens in einem dünnen Uebcrzuge von Oxydsuchen zu müssen, womit dasselbe beim Erhitzen oder Ein-tauchen in concculrirte Salpetersäure überzogen würde undwelcher dann eine weitere Oxydirung nicht gestatte, weil dasgebildete Oxyd nicht aufgelöst werde, mithin der elektrischeStrom bei mangelnder chemischer Action aufhören müsse. In-

i Lond. and Edinb. Phil. Mag. T. IX. p. 53 ff.