Passivität.
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zwischen überzeugte sieb Farad.VY 1 später selbst, dass dieseErklärung ungenügend sey, ohne dass ilin jedoch andere, na-mentlich die von Modsson, befriedigten. Letzterer 2 3 hält denAusdruck der Passivität für eine nichts erklärende Bezeichnung,was wohl richtig 1 ist, obgleich inan ihn deswegen nicht unnützneunen kann, da es nur auf einen die Thatsache bezeichnen-den Ausdruck ankommt, Faraday’s Erklärung verwirft er aberwegen der auffallenden Blänke der Metalle, auch stehen ihrnamentlich Wetzlar’s Versuche entgegen; dagegen glaubtMoussoit auf die Resultate seiner eigenen Versuche eine vonDe LA RlVE gebilligte Erklärung gründen zu können. Da dieseindess bis jetzt keinen Anklang gefunden hat, so möge esgenügen, nur die wesentlichsten Puncte kurz nnzudcutcu. Dassdie concentrirte salpetrige Säure das Eisen, und vielleicht alleMetalle, nicht angreife, wird vorausgesetzt, allein hiervon ebenmüsste der Grund nachgewiesen werden. Diese Säure entstehtaber durch Entziehung eines Theils Oxygcu, welches die con-centrirtc Säure abgiebt, und legt sich als dünne Hülle an dasMetall, wodurch cs dann unlöslich wird, weswegen auch imcrstcu Momente des Eiuscukciis der Drähte in die Säure einelektrischer Strom sichtbar wird, der aber dann sofort ver-schwindet. Dieser Strom, je nachdem er Säure zuführt oder ent-zieht, bcfiirdert oder hindert hierdurch die Ansammlung der salpetri-gen Säure, wodurch daun der Wechsel des elektrochemischen Ver-haltens der Metalle gegen Salpetersäure bedingt werden soll.
Inzwischen hat ScHÖNBEl.N 3 beide Hypothesen mit den trif-tigsten Gründen widerlegt. Gegeu die Annahme eines Ucber-zugs von Oxyd könnte schon der Umstand entscheiden, dassdurch wiederholtes Eintauchen in Salpetersäure von 1,35 spec.Gewicht passiv gemachtes Eisen eiue weit bläukere Oberflächezeigt, als diese sonst auf irgend eine Weise hervorgebraclitwerden kann. Ein passiver Eisendraht verhält sich iu starkverdünnter Salpetersäure wie ein activer, aber selbst ein acti-ver als positiver Poldraht ist in derselben passiv, was unmög-lich Folge einer Oxydschicht seyn kaun, da auch nach stun-
1 Lond. and Edinb. Phil. Mag. T. X. p. 175.
2 Bibi. univ. 1830. Sept. p. 165. Poggendorff Ann. Bd. XXXIX.S. 330.
3 Poggendorff Ann. Bd. XXXIX. S. 137. 342-