Schall.
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mich man durch einen zwischen die Lippen gehaltenen hartenKörper mit einem Loche einen pfeifenden Ton beim Eiuziehender Luft erhält. Dieser entsteht indess durch den Strom derLuft, welcher durch die Oeffuung dringend die Luft in der in-nerhalb der Lippen gebildeten Höhlung zum Vibriren bringt,fehlt aber, wenn man nach aussen bläst, zum Beweise, dassdie durch eine Oeffnuhg ins Freie strömende Luft keinen Ton,auf jeden Fall keinen so tönenden, als ihn das Pfcifeu mit demMunde giebt, höchstens nur etwa einen rauschenden oder einenzischenden, hervorzubringen vermag. Uebrigens beziehe ich mich aufdie von mir im Wiirterhuche(Bd. VIII. S. 383) angegebenen Gründe.
Feber die Fortpflanzung des Schalls durch Wasser stellteBonnycastle 1 Versuche an und folgerte daraus Resultate, diemit denen von CoLLADON früher gefundenen nicht übcreiustiiu-mcn. Letzterer unterwarf sie daher einer kritischen Prüfung,stellte aber zugleich eine neue Reihe Versuche mit etwas verän-derten Apparaten auf dem Genfer See an, wobei die Entfernung35000 Meter betrug, die jedoch vollkommen alles dasjenige be-stätigten, was er vorher gefunden hatte 2 3 .
Eine Reihe merkwürdiger Erscheinungen, die sich auf dieSchallwellen, deren Reflexion und Interferenz beziehen, hat N.Savart 3 bekannt gemacht. Dieser fand, dass das Geräuschvom Rasseln eines auf dem Strassenpflaster fahrenden Wagens,eines Wasserfalls, des heftig ans einer Oeffuung strömendenDampfes, der wirbelnden Trommeln, des Windes in Bäumen,des Meeres u. s. w., wenn es von einer ebenen Wand reflec-tirt wird, durch die vereinten auffallenden und reflectirendcnWellen Töne erzeugt, die in bestimmten Entfernungen abwech-selnd zum Vorschein kommen und verschwinden. Da in einemGeräusch die sämmtlichcn Töne der diatonischen Tonleiter ent-halten sind, so inass er mittelst eines auf die die Schallwellenreflectirende Mauer lothrecht gerichteten und horizontal gehal-tenen Massstahcs die Entfernungen, wo diese zum Vorscheiukamen. Heisst dann der erste, am Ausgangspuncte entstehendeTon willkürlich C, so waren die gemessenen Abstände und die
1 S. Biblioth. univ. T. XXII. p. 380. Aoftt 1839.
2 L’Instit. 1841. 9nie Ami. N. 401. Bibi. univ. de Grieve. N. 68.
Daraus in Edinb. New Phil. Journ. N. LXIII. p. 91.
3 Cvinpt. rend. T. VII. p. 1068. Daraus in Poggendorff Ami.
Bd. XLVI. S. 458.