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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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IV. Historisch« Entwickelung rc.

de- Bundes, so wie die Verhältnisse des Landbesitzes seiner Glie-der erlitten fast in jedem folgenden Jahre große, nur in der Will'führ des ProtectorS gegründete Veränderungen.

Schon nach dem Frieden von Tilsit war ein Theil Teut-scher Länder: «vstfrieoland , Ievcr, die Souverainelät über varcUund Rniphauscn (die freilich noch nicht zum Rheinbünde gehenten) an da- neu errichtete Königreich Holland abgetreten worden-Ueber den größten (nördlichen) Theil der RurbraunschwcigischenLande, über Lrfurt und Zubehör, Baireuth, Fuld, Sanau, Ratzen-ellnbogcn und das Schwedische Pommern hatte Napoleon nochnicht verfügt; diese Länder blieben vorerst in Französischer Hand ^

und Verwaltung.

Der Friede von Wien, der am 14. Oktober 1809 den zwi-schen Oesterreich und Frankreich auf das Neue ausgebcocheneN jKrieg endigte, brachte neue Veränderungen hervor.

Oesterreich mußte viele Provinzen aufopfern, und wurde wei- iter nach Osten zurückgedrängt. Es trat von seinen Ländern anden Rheinbund ab: Salzburg, Lcrchtologaden, da» Innviertel undda- »oausructviertcl vom Land« Oesterreich ob der Ens, und anFrankreich die Grafschaft GL'rz, das Gebiet von Montcfalconc,Krume, Triefte, Rrain, den villacher Rreio von Aärnthen nebsteinem Theile von Croaticn. Diese zuletzt genannten Länder be-hielt Napoleon, und bildete daraus «in eigenes Königreich mit dekBenennung Illyricn. An Sachsen mußte Oesterreich einige Ortein Lehmen abtreten.

Won den an den Rheinbund abgetretenen Oesterreichische»Besitzungen erhielt Leiern Salzburg, Lcrchtologaden, das Inn-und das -sauoruckvicrtcl, ferner das Fürstenthum Laireuth unddie Stadt Rcgcnoburg mit Zubehör, gab aber dafür von Tirolden Ltschkrcio an das Königreich Italien ab, und den Lisakkrcioan daS neue Königreich Jllpricn; ferner einen an Wüctcmberggränzenden Landstrich mit der Stadt Ulm an diesen Staat.

Das Hochmeistcrthum des Teutschen Ordens mußte der Erz-herzog Anton von Oesterreich aufgeben, und das dazu gehörendeFürstenthum Mergcnthcim wurde ebenfalls an Würtemberg über-lassen,