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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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2 Claſſ. I. Von der Meyerey

dergleichen Fandtguths vornemlich in Acht zunehmen haͤtte/ kurt· und einfaͤl-tiganweiſen. Und hat derſelbige erſtlich fuͤnff nachfolgende Stuͤck in Acht zu

nehmen:Die Situation, oder Gelegenheit des Orts.

II. Den Grund und Landboden.

I.I. Die Lufft.

IV. Das Waſſer.

V. Das Gehöͤltz.

1. Betreffend die Situation oder Gelegenheit des Orths/ ſoiſt dieſelbigeentweder eben oder bergicht. 8Man ſolle aber in Anlegung eines Meyerhoffs/ wo muͤglich/ und es die

Gelegenheit zulaſſen will/ allzeit dahin trachten/ daß man denſelbigen auff ei-nem ebenen Abſatz an der Seiten eines Berges meiſtentheils gegen Aufgangund vornen gegen Mittag gelegen/ oder auff einem veſten Land anlege; danndardurch wird man verſichert vor der groſſen Sonnen⸗Hitze und Froſt desWinters/ auch fuür Velaͤſtigung der Nebel und Winde/ auch Anlauffung derBaͤche und des Waſſers/ ſo von den Gebuͤrgen kommt/ ſo dem Gebaͤu unddeſſen Fundament leichtlich Schaden zufuͤgen koͤnte/ inſonderheit wannes einRegen·widrigtes und windiges Jahr gibt: Es ſolle auch das vornehmſte Auß-ſehen gegen des Merzens und Herbſtmonats Morgen⸗Sonne gerichtet wer-den; dann die Windt/ ſo von dieſer Seiten herkommen/ ſind trocken/ und mehrwarm als kalt/ auch beydes dem Leib und Geiſt des Menſchen und der Thieregeſund und anmuthig/ auch bricht die Hitze der Morgen⸗Sonne/ wann ſie indas Hauß ſcheinet/ den daſelbſt dicken/ dunckeln und groben Lufft.

I. Antangend den Grund⸗und Landboden/ ſo iſt derſelbige vielfaͤltig/entweder hart/ Stein⸗trocken/ duͤrrt oder feucht/ fett/ temperirt/ ſumpf⸗mo-raſtig/ faul oder naß.

Ein guter Grund oder Landbodenkan aber aus nachfolgenden Umſtaͤndenerkennet/ und zu dem Bauen erwaͤhlet werden:

1. Erſtlich wird eines guten Grundes Eigenſchafft afernc erkennetdurch die Farbe/ wann nemlich dieſelbige ſchwartz iſt; jedoch ſoll ſolchtI nicht von einem feuchten oder ſumpfftchten Orth ſeinen Urſprung

aben.

2. Wann die Erde mild⸗luck⸗und doch eine Fettigkeit bey ſich hat/ alſo/daß/ wann man ein Loch graͤbt/ und die Erde wieder hinein faͤllet/ und das Lochvoll/ noch ziemlich Erdeuͤbrig herauſſen bleibet/ ſoiſt es eine Anzeigung einesgar ſehr guten und fruchtbaren Landbodens.

3. Wo es groſſe/ hohe und ſtarcke Baͤum/ auch ſchoͤn gruͤn Gras traͤgt/ſo iſt ſolches gemeiniglich eine Anzeigung eines guten Landes. 14. Wann