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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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18 Clafl. II. Von Materialien.

und im Steinbock gehet/ im Abnehmen des Mondes undletzten Viertels/in trockenen Zeichen/ als Widder/*Stier/ 42 Jungfrau/ Schuͤtz/Steinbock.

. Ehe man das Bauholtzfaͤllet/ muß man den Stamm biß auf die halbeSeiben mitten des Baums behauen/ und alſo ſtehen laſſen/ biß der Baum aus-trocknet.

9. Man kan auch das Bauholtz ſchelen/ und biß auf den halben Theildes Marcks von einander ſaͤgen/ damit er weder von Safft noch Erdenkoͤn-ne Nahrung haben.

10. Man mag auch nach dem Faͤllendas Holtz verarbeiten und zimmern.

11. Eſchenholtz wird vonetlichen um Allerheiligen Tag gefaͤllet/ ſelle lang-wůͤrig und gut ſeyn/ worzu man es brauchenwill.

12. Hart und Laubholtz iſt Erlen/ Eichen/ Buchen/ Nußbaum/ Birn-baum/ dieſes Laubholtz alles ſollim Abnehmen des Mondes gehauen werden.

13. Wann das Holtz abgehauen/ ſolle man es an ſolche Orter legen/da die Sonne nicht zu ſehr hin ſcheinet/ noch ſtarcke ungeſtuͤmme Wind undRegen hinkommen; Bevoraus die von ſich ſelbſt wachſen/ ſollen unter Dachgehalten werden/ und damit ſie nicht reiſſen oder ſpalten/ ſolle man ſolche mitRinder⸗Miſt beſtreichen; Man ſolle ſie auch nicht Morgens durch den feuch-ten Thau/ ſondern Nachmittag ſchleiffen/ und ſolle ſolches auch nicht naß ver-arbeitet werden/ dann es ſonſten leichtlich verdirbet/ und ſo man es gar zuduͤrrarbeiten wolte/ gibt es heßliche Arbeit. Sie werden Pes⸗ ren kuͤmmer-lich trocken und duͤrr genug zu dem Gebrauch des Ge cks/ der Thüren undFenſter⸗Geſtell.

Das Bauholtz iſt vielerley Arten/ wird derowegen auch auf unterſchiedli-che Weiſe unterſchieden. Dann etliches iſt gut unter die Erden/ etliches unterWaſfer/ tliches uͤber die Erden/ etliches zu Balcken/ Getaͤfel/ Tiſch/ S tühl/Bett⸗Laden/ Fenſter⸗Rahmen und andern Sachen/ ſo zu dem Bauen gehoͤrenund vorkommen. b

Iſt derowegen noͤthig/ daß ein jeder Bauherr und gute Haußhalter ſolcheEigenſchafften und deſſen Natur ſelbſten erkundigen und verſtehen lerne/ undſich gantz und gar nicht auff die Handwercks⸗ Leute/ ſo offt mehr Wercke imMaul/ als in den Haͤnden und Verſtand haben/ verlaſſe/ hernach aber ſolcheszu ſpat bercuen. 8

Wann demnach einem guten Haußhalter auch hochnoͤthig zu wiſſen wieman gute Baͤume im Walde/ zu dem Bauen nüͤtzlich und dienlich/ erkennenund waͤhlen ſolle/ ehe man dieſelbige niederfaͤllet oder umhauet/ als wollen wirdemſelbigen nachfolgende Lehre und Erinnerung beyfuͤgen:

Erſtlich muß man die vier Theil des Himmels wiſſen/ vgEeg geye