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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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24 Ciaſf. I. Von Materialien.

1. Eichen⸗ und

2. Daͤnnen⸗Holtz wird(wie gedacht /) am allermeiſten zu den Gt-baͤuen gebraucht/ jedoch wird das Er en⸗Holtz/ wegen ſeiner Wuͤrigkeit/ demDaͤnnen⸗Holtz vorgezogen/ dieweil ſolches in⸗ und auſſerhalb der Erden imLufft und Waſſer beſtehen mag/ und weiln es keine Naͤſſe wegen ſeiner Feſtig-kelt an ſich ziehen kan/ darvon es ſonſten Schaden bekaͤmt/ derowegen wird esgemeiniglich zu Roͤſten ins Waſſer/ und auch unter die ſchweren Laͤſte der Ge-maͤuer genommen.

Es wird auch das Eichen Holtz gebraucht/ zu Pfaͤhlen/ Stotzen/ und zuden Fundamenten; Icdoch iſt ſolches zu verſtehen/ wo man kein Erlen⸗Holtzbekommen kan/ dann ſolches iſt darzu Eeeg faulet weniger.

Es wird auch das Daͤnnen⸗Holtz zu Röſten gebraucht/ und gibt bey demBauen gute geſchlachte und reine Arbeit/ wird mehrentheils an dem Inner-Gebaͤu eines Hauſes gebrauchet.

Lota. Daͤnnen⸗Fiechten⸗und Foͤhren⸗Holtz ſolle alles im Neuen Mond/†½ Erſte Viertel gehauen werden/ wann manesin Gebaͤuen brau-en will.

3. Fiechten iſt gut zu dem Bau in der Hoͤhe.

4. Hagenbuͤchen wird hart im Waſſer/ iſt gut zu den Weinkeltern/Preſſen/ Spindeln/ und was man ſonſten zu dem Schraubenwerck brauchenwill/ das Beſte.

Nota. Weisbuchen iſt gut unterdem Waſſer an ſtatt Erlen.

5. Linden iſt leicht/ und bleibet in allen Gebaͤuenſtarck/ man kan es beyeiner Haußhaltung auch zu vielerley Sachen brauchen.

6. Felben oder Weyden ſeynd bey einem Mevyerhof zwar zudem Wohn-hauß oder andern Wohnungen nicht ſonderlich nußz/ weil es keine ſaubereArbeit gibt; wird aber zuden Zaͤunen/ Bindung der Pfaͤhle/ und andern Sa-chen gebraucht/ ſolle inſonderheit zu den krummen Schoſſen und naͤchſt denFeurmaurenbey den Ofen genommen werden/ weiln es hart/ und nicht ger-ne Feuer faͤngt.

7. Erlen iſt auch gut zu den Fundamenten und Maſſer⸗Gebaͤuen/ in bie-ſeniſt es ambeſten.

8. Eſchen⸗Holtz gibt dem Haußvatter gute Stiel in die Beyl/ Hacken/und zu anderm Geſchirr.

9. Forlen oder Forchen werden an vielen Orten zu dem Inngebaͤu/ anſtatt und Mangel des Daͤnnens/ gebraucht/ iſt aber nicht ſo gut und zaͤhe alsdas Daͤnnen. k

10. Zihren oder Zirbelbaum wird gebraucht zur Einfaſſung der Gaͤrten/und zu Zaͤunen oder Palliſaden genommen.

11. Aſpen-