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34 Claff. III. Von der Abtheilung
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nach dieſe ſb ge feſt an die Zwer⸗Pffoͤcke N. O. und miſſet mit einem ehenſchu-higen Richtſchtid von dem Pfahl K. gegen O. an der Schnur in B. vierzigSchuhe/ alſo auch ſo viel von K. gegen N. in A. viertzig Schuhe/ ſchlaͤgtt da-ſelbſten die beyde Eckpfaͤhl A. und B. des Wohnhauſes/ alſo/ daß deſſen vor-dere Seite achtzig Schuhe halten.
Nota. Man ſolle aber alſobalden/ ehe man die Schnur von A. und B.wieder abhebet/ langs der Schnur ein Graͤblein/ nur etliche Zollbreit und tief/mit einer Schauffel abſtechen/ oder mit einer Reithauen machen/ damit manſich in Anlegung des Fundaments darnach richten koͤnne.
9. Wann man will/ daß das Wohnhautß eben nicht ſo gar gerad gegenden vier Orten der Welt ſtehen ſolle/ und der Situs das Hauß ſolcher Geſtal-ten anzulegen es mit ſich baͤchte/ alſo daß die Sonne von der Mittags⸗Sei-ten bald abgehe/ mag manbeſagte Lini des Richtſcheids um ſo viel gegen derrechten Hand wenden/ ſo weit als man es haben will/ und fuͤr gut angeſehenwird/ jedoch alles nach den Umſtaͤnden und des Orts Gelegenheit.
10. Ferner von dem Eckpfahl B. nach C miſſet man die Breite des Hau-ſes/ ſo allhier vierzig fuͤnff Schuhe genommen wird/ winckelwerts hinaus/und ſchlaͤget dafelbſt den Pfahl C. ingleichen von A. in D. auch winckelrechtvierzig fuͤnff Schuhe/ und ſchlaͤget den Pfahl D. Alsdann wird von B.nach C. wie auch von C. nach D. und wieder nach A. eine Schnur gezogen/und nach deroſelbigen gleichfalls/ wie zuvor/ ein Graͤblein ausgehauen undgemacht/ daß man alſo die gantze Anlage der äͤuſſerſten Linien des Wohn-Hauſes ſehen/ und nach ſolcher mit dem Fundament und deſſen Anlage ſichdarnach richten koͤnne.
Von Anlegung des Fundaments zu dem Wohnhauß.Fig. H. Num. VI.
Anlangend das Fundament, muß man mit deſſen Anlegung nach derGroͤſſe und Schwere des Gebaͤues/ wie auch nach der Lituation und demLand⸗Grunde ſich richten; Dawit nun der Bauherr auch in dieſem Stuͤck/ſo viel noͤthig/ Nachricht habe/ ſetzen wir/ was bey denen Fundamenten insgemein in Acht zu nehmen/ nachfolgende Erinnerungen:
1. Erſtlich/ bey den Eundamenten und deroſelben Anlag muß man fuͤrallen Dingen die Erde oder den Grund erkennen/ findet man einen weichenund lucken Grund/ ſo etwan von Natur oderein erſchuͤttes Erdreich/ ſo mußman 8 tieff unter ſich graben/ biß daß man einen ſatten und feſten Boden.antrifft.
Wann nun der ſattt Boden angetroffen/ ſo muß man denſelbigen nachder Breite des Fundaments zu den Mauren fein eben machen/ und denſelbi-gen
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