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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Ins gemein. 2737. Wann die Sterne mit Kraͤiſſen oder Kronen umgeben/ ſo gibt esSturm⸗Winde.8. Wann aufgehet zu Meer der groſſe ⸗Hunds⸗Stern klar/ ſo bedeutetes Geſundheit.9. Wann der groſſe Hunds⸗Stern roͤthlich aufgehet/ bedeutet es Kranck-heit

10. Wann das Sieben⸗Geſtirn hell aufgehet/ ſo bedeutet es gut Wetterund Winde. G

11. Iſt das Sieben⸗Geſtirn dunckel/ ſo bedeutet es groß Ungewitter.

12. Seynd die groͤſten und leichteſten Sterne mit Circkeln umgeben/ ſoſchwartz/ blau/ roth/ oder gruͤn⸗faͤrbig/ ſo bedeutet es Regen.

13. Wanndie Sterne dunckel ſcheinen/ ſo bedeuten ſie ebenmaͤſſig Regen.

14. Siehet man des Nachts wenig Sterne am Himmel/ und iſt der Him-mel nicht mit Wolcken bedeckt/ ſo bedeutet es feuchte Lufft oder Regen.

15. Wann weiſſe oder voͤthlichte Circkel um etliche Sterne des Nachtsſind/ ſo wird klar Wetter folgen/ ſo bißweilen Wind mit ſich bringet.

16. Wann die Sterne fein ſcheinend funckeln/ ſo bedeutet es klare Lufftmit Wind vermiſcht.

17. Wann die Sterne des Winters ſehr klar ſcheinen/ ſo bedeuten ſiegroſſen Froſt und Kaͤlte.

18. Wannim Ottober oder Herbſt⸗Monat die Sterne hefftig ſchieſſen/bedeutet es gemeiniglich Peſtilentz oder gemein Sterben.

IV. Von der Lufft.

1. Eine geſunde Lufft iſt/ wann dieſelbige nach dem Regen wol erwa-ſchen und gelaͤutert/ ſich klar erzeiget/ keinen Geſtanck/ Jaͤule oder Corruptionhinter ſich laͤſſt.

2. Die Anzeigung eines boͤſen Luffts iſt/ wann die 4. Jahr⸗Zeiten/ alsFruͤhling/ Sommer/ Herbſt und Winter/ ihre rechte natuͤrliche Eigenſchaff-ten im Wittern nicht halten. Als zum Exempel:

Wann der Fruͤhling warm und feucht.

Sommer- heiß und trocken.Herbſt kalt und trocken.Winter= kalt und feucht iſt.

3. Es iſt auch eine Anzeigung einer boͤſen Lufft/ wann im Sommer vielUngeziefer waͤchſt/ auch nach dem Regin ſich kleine gruͤne Fröͤ ſcht/ ſo am Bauchgelb/ finden laſſen/ auch wann die Maͤuſe ihre gewoͤhnliche erter verlaſſen/und ſich in die Erde verbergen/ auch die Voͤgel aus dem Lande fahren/ undihre Neſter verlaſſen.

4. Es iſt auch eine boͤſe 11 ſich der Lufft entweder ſchnellK erwaͤr-