Vom Gelde.
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als fahren bedingt, wie sie angewendet wird. Indeß ist sie fast immer sehr an-
als sehnlich und erfordert daher einen großen Aufwand, wenn sie bloß in Gold
tel, und Silber besteht. Es laßt sich nicht bezweifeln, daß der Wunsch, diesen
Ei- Aufwand zu vermindern, die cultivirten und handeltreibenden Völker veran-
ann laßt habe, ihr Geld von einem minder kostspieligen Materiale zu verfertigen,
icht und unter allen Materialien, welche man statt der Metalle anwenden konnte»
'on- war Papier das passendste. Sobald ein Staat die Macht erlangt hatte, daß er
inst ^ die Gültigkeit solcher geschriebenen Verträge aufrecht halten konnte, nach welchen
:th- Jemand sich verpflichtete, einem Andern zu einer bestimmten Zeit eine gewisse
be- Summe baar zu bezahlen, sing man auch an, solche Schuldbekenntnisse an
>ird Zahlungsstatt zu überweisen. Wenn Diejenigen, welche sie ausgestellt hat-
elbe ten, vermögende Leute waren, über deren Zahlungsfähigkeit keine Zweifel
wie stattfanden, so wurden solche Ueberweisungen auch unbedenklich angenommen,
cher Nachdem dergleichen Documente einmal in Umlauf gekommen waren, sah man
un- bald ein, es würde sich ein Vortheil daraus herleiten lassen, dergleichen Pa-
i in Piere auszugeben, die eine gewisse Form hatten, so daß sie im gewöhnlichen
vil- Verkehr das Geld ersetzen könnten, und so entstanden zuerst die Banknoten,
eine Bedurfte ein Kaufmann, in dessen Charakter und Vermögenszustand Niemand
im Mißtrauen setzte, zu Ausführung einer bedeutenden Speculation noch eine
eser Summe von lv,000 Thalern, so stellte er dem Darleiher eine oder mehrere
we- Noten aus, in welchen die Summe, worauf sie lauteten, bei Vorzeigung zu
3er- zahlen versprochen wurde. Solche Noten gingen nun von Hand zu Hand und
halt vertraten bei jedem Besitzer die Stelle des haaren Geldes Der Aussteller
eses hatte dadurch nicht allein augenblicklich seine Geldmittel vermehrt, sondern
' die . er hatte auch durch das empfangene Darlehn sich in den Stand gesetzt gesehen,
a>ie- ' die beabsichtigte Speculation ausführen und den Gewinn davon beziehen zu
ürde ' können.
dem Wenn nun schon ein Einzelner solchen Credit zu erlangen fähig war, daß
leich man die von ihm ausgestellten Noten als baares Geld betrachtete und an-
!eld- nahm, so mußte es einem Staate, der in seinen Einkünften und Domainen
des- noch mehr Garantie für die Vertauschung der Papiere gegen baares Geld lei-
oder sten konnte, noch weit leichter werden, Bankscheine oder Staatsobligationen
das in Umlauf zu bringen. Es konnte daher nicht fehlen, daß man nach und
i es- nach darauf hingeleitet wurde, öffentliches Papiergeld einzuführen, -welches
i, so keineswegs mit Nachtheilen verknüpft ist, sobald die Masse desselben nur nicht
rand das wirkliche Bedürfniß übersteigt. Wenn der Inhaber von Bankscheinen,
nehr Staatspapieren, Schatzkammerscheinen, Kassenanweisungen, oder wie sonst
izien die unter öffentlicher Autorität ausgestellten, die Stelle des Geldes vertreten-
z bei den Papiere heißen mögen, nur weiß, daß er sie jederzeit gegen Gold - und
Wer Silbermünzen umsetzest oder an deren Stelle zum Nennwerthe anbringen
> kann, so haben sie mit dem Metallgelde stets gleichen Werth, und alle schäd-igt 1 ^iche Schwankungen im Stande des Geldes von Papier sind dann eben so un-weit, möglich, als wenn es bloß aus edlen Metallen bestände. Außerdem aber
i des ' wird durch das Papiergeld viel an edlen Metallen erspart, die nun wieder zu
Kunstprodukten verwendet oder zum Ankauf auswärtiger Erzeugnisse benutztLenge werden können, wodurch sowohl der Wohlstand der Nation, als ihre We-tz des »üsse vermehrt werden.
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