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Erster Band.
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Vom Gelde.

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länger zu Münzen verwenden. Statt ihrer bediente man sich des Silbersund Goldes, welche noch jetzt, so wie in neuerer Zeit (in Rußland) die Pla-tina, im Gebrauch sind. Das Kupfer wird nur noch, als rein bestehend, zuder Scheidemünze angewandt. Gold - und Silbermünzen sind entweder ausdem reinen edlen Metall geprägt oder dieses ist doch darin vorherrschend. Istdas Kupfer hingegen in Münzen mehr enthalten als das edle Metall, so hei-ßen solche Billonmänzen; nämlich Goldbillon, wenn unter 24 Karatgoldener Münzen mehr als 12 Karat Kupfer, und wenn unter 16 Loth Sil-ber mehr als 8 Loth Kupfer Zusatz ist, Silberbillon. Kupfermünzewird bei großen Zahlungen entweder gar nicht, oder doch höchstens nur in ge-ringen Quantitäten angenommen, weil sie im Ganzen genommen immer hö-her ausgeprägt wird, als der eigentliche Werth des Metalls es gestattet.

§. 3. Die Legirung oder Beschickung der Münzen.

Zweierlei Ursachen haben es besonders rathlich gemacht, die edlen Me-talle nicht ganz fein in Münzen auszuprägen. Würden ste nämlich aus reinemGolde und Silber hergestellt, so nutzten sie sich einmal leichter ab und verlö-ren also an ihrem eigentlichen Werthe; zweitens aber würden dann auch dieneuen vollwichtigen Münzen zu anderem Behufe eingeschmvlzen werden, dieälteren leichteren aber nur noch im Umlauf bleiben. Aus diesen Gründen wer-den die edlen Metalle, die zu Münzen verwendet werden sollen, mit einemTheile unedlen Metalles versetzt oder verschmolzen, welches Verfahren dieLegirung oder die Beschickung heißt. Das Gold wird entweder mitSilber, oder mit Kupfer, oder mit beiden Metallen zugleich versetzt. Ist er-steres der Fall, so heißt solche Legirung die weiße, im zweiten Falle dierothe und im letzten Falle die gemischte. Silber wird immer mit Kup-fer legirt. In welchen Verhältnissen Gold und Silber mit anderem Metalllegirt werden sollen, hat der Staat zu bestimmen. Um die Legirungsver-hältniffe festzusetzen, wird die zum Münzwesen angenommene Gewichtseinheitin eine gewisse Anzahl gleicher Theile getheilt, und hiernach wird angegeben,wie viel Theile feines Gold oder Silber, und wie viel Theile anderes Metallin dieser Gewichtseinheit enthalten sind. Zn Deutschland ist die kölnischeMark als Gewichtseinheit eingeführt. Diese ist gleich 8 Unzen — 16 Loth

— 64 Quentchen ----- 250 Richtpfennig — 4Z52 Eßchen — 65,536 Richt-pfennigtheilen für Silber. Nach dem Handelsgcwicht ist die Mark gleich ^Pfd. Preußisch oder Hannövrisch — 13,36 Loth Bairisch ----- 14,84 Badensch

— 0,23 franz. Kilogramm — 4864 holl. Aß. Für Gold wirb die Mark ge-theilt in 24 Karat — 288 Gran. In Preußen wird die Mark für beiderleiedle Metalle bloß in 288 Gran getheilt. — In England gilt als Münzge-wichtseinhcit das I'nunil 4'rn) und wirb getheilt in 12 Ouiice« — 240kernig veifftlis — 5760 Krniiiu für Silber, und für Gold wird es ge-theilt in 24 Vilrutu — 96 kruin» ---- Z84 Huartors. In Vergleich zu dempreuß. und hannö». Handelsgewicht hat es 25,52Z4 Loth---7766 holl. Aß —273,243 Grammen. — Zn Frankreich ist die Mänzgewichtseinheit für Goldund Silber das Kilogramm, welches eingetheilt wird in 10 Hectogrammen

— 160 Dekagrammen — Ivvv Grammen — 10,000 Decigrammen. Holl.Aß hat das Kilogramm 20808,556. Die unlegirte Mark heißt eine feineMark oder eine Mark fein, die legirte aber eine rauhe Mark. Denreinen Goldgehalt und den reinen Silbrrgrhalt der Gold - und Silbermünzen

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