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Erster Band.
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184
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184 Von den Anstalten und Verfügungen rc.

Kosten, durch Mauth - ober Zollsysteme veranlaßt, die Frachtführer hindern,gegen billige Fracht nach den Handelsplätzen zu eilen. Die vorzüglichste Han-delsstraße in der Schweiz, ist die über das Juragebirge führende. Indeß istauch in Deutschland durch den großen Zollverein ein bedeutendes Hindernißauf den Handelsstraßen gehoben, indem innerhalb der sämmtlichen Vereins-staaten alle lästigen Visitationen und Zölle aufgehört haben, und letztere nurnoch an den Grenzen des Vereins bestehen,

tz. 3. Eisenbahnen.

Eisenbahnen, auch Schienenwege, nennt man diejenigen fahr-baren Communicationsstrecken, die entweder ganz oder größtcntheils aus Eisenbestehen, und aus ebenen eisernen Schienen dergestalt hergestellt sind, daß dieWagenräder auf einem künstlichen Geleise fortlaufen, Sie sind nach demGrundsätze erbaut, die Reibung so viel als möglich zu vermindern, so daßdie bewegende Kraft geringer zu sein braucht, die fortzuschaffende Last hinge-gen größer sein kann; oder daß sich das Fuhrwerk, ungeachtet es eine schwerer«Last trägt, dennoch mit vermehrter Schnelligkeit fortbewegt. Auf den Eisen-bahnen verschwindet der Widerstand der Räder an ihrem Umfange beinaheganz, und nur der durch die Reibung an der Achse entstehende kommt noch inBetracht, während auf gewöhnlichen Straßen jener Widerstand an dem Rad-umfange sehr bedeutend ist, so daß im Mittel der Widerstand auf gewöhnlichenStraßen zu jenem auf einer Eisenbahn sich so verhält wie 10 zu 1, Mithinkann durch gleiche Kraft eine zehn Mal größere Last auf einer Eisenbahnfortgeschafft werden, als auf einem gewöhnlichen chaussirten Wege. Indeßgilt dieses nur von solchen Eisenbahnen, die völlig wagerecht liegen. Wennsie dagegen auf eine Strecke von so Fuß I Fuß ansteigen, was auf einem ge-wöhnlichen Wege nicht geachtet wird, so gehört eine größere Kraft dazu, einesolche Steigung zu überwinden Es ist daher ein nothwendiges Erfordernis,daß sie völlig oder wenigstens möglichst wagerecht gelegt werden.

Bon den gegenwärtig, besonders in England, am häufigsten eingeführtenEisenbahnen, giebt es zwei Hauptgattungen; erstens die mit flachen Schie-nen splute ruils oder Irui» - roucka) und zweitens die mit Kanten-schienen (estKa rails oder Huil-roaä«), Bei den ersteren liegen dieSchienen auf der breiten Seite und die nach inwendig liegende Seile ist miteinem Rande versehen, wodurch die Räder verhindert werden, von den Schie-nen abzugleiten. Zuweilen sind die Schienen auch an beiden Seiten mit ei-nem Rande versehen, so daß sie eine Art Rinne bilden, in denen das darin lau-sende Rad hinlänglichen Spielraum hat. Bei der zweiten Art von Eisenbah-nen liegen die Schienen hingegen auf der hohen Kante, sind oben ganz glatt,flach oder etwas gewölbt, die Räder aber, welche darauf laufen sollen, sindmit einem Spurkränze versehen. Beide Arten von Schienen ruhen auf Stein-blöcken, die etwa S Fuß von einander liegend, in die Erde versenkt sind.Jede Eisenbahn wird durch zwei Reihen solcher Schienen gebildet, die nachder Breite der Wagenspur drei bis Fuß von einander entfernt parallelfortlaufen. Damit die Steinblöcke nicht aus ihrer Lage kommen, und dasGeleise ungleich werde, ist es sehr gut, wenn allemal zwei einander gegenüberliegende Blöcke durch eine eiserne Klammer verbunden werden, und der Raumzwischen denselben, nach der Lange der Bahn mit Mauerwerk ausgefüllt, oderfest ausgestampft wird.