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Erster Band.
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187
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Von den Anstalten und Verfügungen ic.

Pfd. St. 1t^ Sch. gekostet. 12) Eine von Bristol noch Gloucestershire,1829 angefangen. Sie wurde im August 1834 eröffnet, ist g englische Mei-len lang und kostet 77,000 Pfd. St.

Indeß muß berücksichtigt werden, daß das Durchbringen einer Bist durchdas Parlament, was jedes Mal nöthig ist, wenn irgend ein Unternehmen be-absichtigt wird, mit ungeheuren Kosten verknüpft j ist. So kam z. B. dieBist für die Birmingham Eisenbahn auf 40,000 Pfd. St. zu stehen.

In Frankreich sind folgende Eisenbahnen: t) eine von St. Etienne biszum Hafen von Andrezieus an der Loire, seit 1824. 2) Eine von St. Etiennenach Lyon, seit 1825. 3) Eine von Roanne, welche an die nach Andrezieux

sich schließt, seit 1820. 4) Eine von Epinal an den Canal von Bourgogne,

seit 1828. Sie machen zusammen eine Strecke von 172 Kilometres <25^5preuß. Postmeilen) aus. 5) Eine von Alez am Gardon nach Nimes undBeaucaire, K7 Kil. (etwas über loj preuß. Postmeile), ist noch nicht vollendet.

Noch sollen Eisenbahnen angelegt werden: n) von Paris nach Rouenund Havre, mit einem Zweige nach Dieppe; Ii) von Paris nach Liste, miteinem Zweige an die Nordküste und Nordgrenze, und von Boulogne nachDünkirchen; e) von Paris nach Straßburg, mit Zweigen nach Metz, Grayund 8t. Jenn sie I-nnne an der Saone; st) von Paris nach Lyon und vondanach Toulon und nach Marseille; s) von Paris nach Tours, und von danach Nantes und nach Bordeaux, von hier aus aber nach Bayonne.

Ein Herr Brard hat in Frankreich eine Strecke ausgeführt, auf welchervon Steinblöcken zwei parallele Geleisemauern gebildet sind, in denen eineRinne hinläuft, worin die geschmiedeten Eisenschienen auf der hohen Kanteliegen und mittelst eiserner Keile und eines eingegoffenen Kiltes festgehaltenwerden, so daß sie etwa 1 bis 1^ Zoll über die Mauern emxorstehen. Diedarauf verwendeten Kosten sollen nur halb so viel betragen, als wie bei denBahnen, welche nach englischer Art angelegt sind.

In Belgien ist eine Eisenbahn von Brüssel nach Mecheln, welche auf dereinen Seite nach Antwerpen, auf der andern nach dem Rheine hin, fortgesetztwerden, und hier mit einer von Aachen nach Cöln sich vereinigen soll.

In Deutschland wurde die erste Eisenbahn im Großen 1825 im Oester-reichischen, zwischen Budweis und Mauthhausen zur Verbindung der Moldaumit der Donau angelegt. Sie ist 17 Meilen lang, hat hölzerne mit eisernenSchienen beschlagene Rails, die auf Gemäuer liegen und hat an 1,800,000 st.Conv. gekostet. Ein Pferd zieht auf derselben 380 Wiener Centner bergab,und 173 Centner bergauf (1 W. Ctnr. — I Ctnr. 9 Pfd. 1 3j Lth. preuß.).Eine zweite im Oesterreichischen ist zwischen Linz und Gewänden angelegt.

Eine neue Eisenbahn soll von Wien aus nach Gallizien geführt werden,auf Bielitz an der schlesisch - polnischen Grenze zu gehen und mehrere Neben-arme erhalten. Es sind hierzu fürs Erste 12,000 Actien, jede zu l ooo Fl.Conv. M. bestimmt, von denen das Haus Rothschild 4 000 genommen hat.Kleinere Actien, zu 500 Fl., werden für Gallizien angeboten, damit auch diedortigen unbemittelten Einwohner Theil daran nehmen können. Mittelstdieser Eisenbahn und eines darauf fahrenden Dampfwagens, soll der Wegvon Lemberg bis Wien <40 Meilen) in 22 Stunden zurückgelegt werden. DerBau beginnt noch in diesem Jahre (1836) an mehreren Stellen.

Zwischen Färth und Nürnberg ist eine Eisenbahn 1835 vollendet.