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Erster Band.
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Von den Anstalten und Verfügungen rc.

Der Canal hat K Schleusen »). von denen drei die Schiffe 27j- Fuß hinaushe-ben/ und drei sie wieder 22 Fuß Herabsteigen lassen. Schiffe von 120 Ton-nen können mittelst desselben aus der Ostsee in die Nordsee auf einem Wegevon 22 Seemeilen gelangen, dahingegen sie auf der Fahrt durch das KattegatSvo Seemeilen machen müßten.

In Schweden besteht der große Götha-Canal, oder die Göthaer Schiff-fahrt, eigentlich aus zwei Canälen, nämlich dem Trollhätta-Canale, der inVerbindung mit dem Gothländischen Canale, dem Wener- und Wettersee einePurchfahrt aus.der Ostsee in die Nordsee gestattet und Schiffe von 100 Ton-nen tragt. Ferner ist in Schweden der Arboga-Canal, der den Hielmarseemit dem Malarsee vereinigt, von dem wieder ein Eanal nach der Ostsee beiSödertelge führt. Dann der Canal von Strömsholm, durch welchen eineWasserverbindung zwischen der Provinz Dalekarlien und dem Malarsee be-werkstelligt ist.

Wenn Canale von der Beschaffenheit sind, daß dadurch eine Verbindungzwischen Städten und Gegenden unterhalten wird, die stets in lebhaftem Ver-kehr mit einander stehen, so gewahren sie schon deßhalb einen bedeutendenNutzen. Die Manufakturen werden aber ebenfalls durch das vortheilhaftereFortschaffen der Erzeugnisse belebt und mehr erweitert. Wo noch kein Bin-nenhandel besteht, wird er durch Canäle gewiß herbeigeführt und immer mehrbefördert. Eben so sind sie auch ein wichtiges Beförderungsmittel des aus-wärtigen Handels, indem sie die Ausfuhr der eigenen Landesprodukte erleich-tern, die auf ihnen weit billiger als mittelst der Frachtfuhren den Seehafenzugeführt werben können, so wie sie umgekehrt wieder das wichtigste Beför-derungsmittel zum Verbreiten der in den Seehäfen ankommenden fremden Er-

») Schleusen in den Canälen sind von Stein oder Holz darin ausgeführteBaue mit starken Seitenwanden an denselben, von beträchtlicher Länge, diean den beiden Enden durch Fluththüren versperrt werden können. Soll nunmittelst derselben ein Schiff gehoben werden, so öffnet man die Fluththürennach der Seite hin, wo das Wasser niedriger steht, während die auf der ent-gegengesetzten Seite verschlossen bleiben. Das Schiff fährt nun zwischen dieEinfaffungswände; die Thüren werden hinter ihm geschlossen, und die an derSeite, wo das Wasser einen höhern Stand hat, werden nur ein wenig geöff-net, damit das Wasser in der Schleuse sich nach und nach zu derselben Höheerhebe, welchen es außerhalb derselben hat. Ist der Wafferstand gleich, sowerden die Fluththüren ganz geöffnet lnamlich nur die, gegen welche dasVorderthcil des Schiffes gerichtet ist) und das Schiff setzt seine Fahrt weiterfort. Soll das Herablassen eines Schiffes stattfinden, so werden die Fluth-thüren an der Seite geschloffen, wo der niedere Wasserstand ist. Das Schifffährt auf dem hohen Wasser in die Schleuse, deren Phore sich hinter ihmschließen; die «ordern werden nur ein wenig geöffnet, oder eine daran befe-stigte Schütze wird ein wenig gelüstet, damit das in der Schleuse stehendeWasser nach und nach auf den Stand außerhalb derselben gebracht werde. Istdies geschehen, so öffnet man die Thüren ganz und läßt das Schiff heraus.Niemals aber stehen die Thüren an Leiden Enden der Schleuse zugleich offen.Gewöhnlich sind die Schleusen auf stark befahrenen Canälen auch von solcherGröße, daß sie mehr als ein Schiff zugleich aufnehmen können.