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Erster Band.
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Bon den Anstalten und Verfügungen rc,

an den Mann zu bringen, und sie gehören in dieser Hinsicht ebenfalls zu denAnstalten zur Beförderung des Handels.

Die englisch - ostindische Compagnie laßt alljährlich zwei große Waaren-Auctionen abhalten, in denen Thee, Indigo, ostindische seidene Waaren undandere Artikel meistbietend verhandelt werden, wobei den Erstehern, gegenhinlängliche Sicherheit oder gegen Bürgschaft, ein beträchtlich langer Creditbewilligt wird. In den Niederlanden, zu Amsterdam, Antwerpen und Rot-terdam, werden ebenfalls große Auctionen angestellt, um die indischen Ge-würze, Kaffee, Rohzucker und andere Waaren zu versteigern. In den See-städten Deutschlands, besonders in den Hansestädten Hamburg und Bremen,werden auch allerlei Waarenartikel meistbietend verkauft.

Wenn in einer Waaren -Auction nur die einem einzelnen Handlungs-hause oder auch mehreren derselben zugehörenden Waaren versteigert werden,so nennt man sie P arti cular-Versteigerung; gehören aber die Waa-ren einer Handelsgesellschaft, Compagnie-Versteigerung. Um destoeher Käufer heranzuziehen, werden die feil zu bietenden Waaren-Vorräthenicht in der ganzen Quantität aus einmal versteigert, sondern in Partien oderKaveln. Die Waarenpartien werden oft zu anscheinend niedrigen Preisen los-geschlagen, so daß man glauben sollte, die Eigenthümer würden weit bessergethan haben, wenn sie gesucht hätten, den Absatz auf andere Art und Weisezu bewerkstelligen. Bedenkt man aber, daß die Auktionen den kürzesten Wegzur Versilberung darbieten, und daß das in den Waaren steckende Capitalschnell wieder herausgezogen wird und anderweit gewinnbringend angelegtwerden kann, so wird man es begreiflich finden, weßhalb der Verkauf aufeinmal dem allrnähligen vorgezogen wird. Oft aber machen es auch gewisseUmstände nothwendig, die Waaren-Vorräthe schnell abzusetzen, z. B. wenndas Schiff, auf dem sie verladen waren. Stürme aushalten mußte, wobeiSeewasser in dessen Räume drang und die Ladung theilweise beschädigt wurde.Daher bedienen sich auch die Versicherer gegen Seegefahr des Weges der öf-fentlichen Versteigerung fast jedes Mal, um havarirte oder zum Theil ver-dorbene Ladungen zu verkaufen, weil die Eigenthümer gewöhnlich dergleichenLadungen abandonniren, und dieses der einzige Weg ist, den wahren Werthschnell auszumitteln.

Wer auf einer solchen Auctio» Waaren erstehen will, wird aber sehrwohl thun, sich eines redlichen und als solid anerkannten Maklers dabei zubedienen, indem die darauf gemachten Berechnungen sonst leicht zu seinemNachtheile ausfallen können, da durch den Speculationsgeist mancher Ge-schäftsleute oft Handlungen veranlaßt werden, gegen die der Nichtunterrich-tete sich nie sicher genug stellen kann. Sehr oft werden bloße Schein-Verstei-gerungen angestellt, in denen falsche Bieter lin England kuikvru genannt)durch ihr Angebot die Preise'der zum Verkauf gestellten Waaren steigern undeine starke Concurrenz vorspiegeln müssen. Solche Schein-Versteigerungensollen vorzüglich in London vorkommen. An den Eingängen des Versteige-rungslokals stehen alsdann besonders gedungene Leute, Lucker», zu DeutschBallcr, welche Fremde und Käufer anlocken müssen, der Versteigerung bei-zuwohnen. Die kusifer« steigern alsdann die Gebote so hoch als möglich,bis sich der Unkundige verleiten läßt, ein noch höheres Gebot abzugeben, wor-