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Erster Band.
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361
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Kaufmännische Arithmetik. 36l

zwei sich gegenüberstehenden Fächern, wovon man dasjenige zur Linken dasDivisionsfach, und dasjenige zur Rechten das Multiplicationsfachnennt. In diesen Fächern stehen die Glieder einer Aufgabe in unter einanderstehenden Sätzen dergestalt, daß allemal zwei sich gegenüberstehende Gliedereinen vollständigen Satz bilden, und der folgende Satz im Divisionsfache jedes-mal mit dem Namen desjenigen Gliedes wieder anfangt, womit der vorher-gehende Satz im Multiplicationsfache geschloffen ist. Hierdurch hat dieseRechnungsart ihren Namen erhalten, da alle Satze, gleich einer Kette, aneinander hangen.

Das Frageglied, welches man der Deutlichkeit halber mit einemFragezeichen i?j bezeichnet (was hier stets wie viel heißt), steht links imDivisionsfache oben an, und mit dem Namen lz. B. ? Thaler) diesesFragegliedes muß auch der Kettensatz im Multiplicationsfache schließen,z. B. Divis. - Fach Multipl. - Fach

? Thlr. (wie viel Thlr.) kosten 10 Pfd., wenn3 Pfd.s Thlr. kosten.

§. 2. Zeder Satz in einem Kettensätze muß eine richtige Gleichungenthalten. Unter Gleichung versteht man den zweimal versch jedenausgedrückten Werth einer Sache, z. B. 3 Gulden — 2 Thlr., 1 Thlr.

— 24 Gr. rc.

§. s. Jeder Kettensatz, besteht aus 2 Haupttheilen, nämlich aus demFragesatze und dem Hauptsatze, wozu, nöthigen Falls, noch die B i n-desatze kommen.

§. 4. Der Fragesatz besteht aus dem Fragegliede ? (wie viel) und dem-jenigen Gliede, worauf sich die Frage geradezu bezieht, und macht bei derKettenregel den obersten Satz aus. Z. B.

Fragesatz? Thlr. . . . g Pfd.

§. 5. Der Hauptsatz enthalt die Hauptbedingungen der Aufgabe.Seine Glieder können mit denen des Fragesatzes entweder gleichnamig oderungleichnamig oder auch ungleichartig sein. Sind sie gleichnamig,so steht der Hauptsatz unmittelbar unter dem Fragesatze und macht zugleichden Beschluß; z. B.

Fragesatz! ? Thlr.g Pfd.

Hauptsatz 2 Pfd.3 Thlr.

§. K. Bindesatze sind diejenigen, welche dazu dienen, die ungleich-namig e n und die ungleichartigen Glieder zwischen dem Hauptsatze unddem Fragesatze zu verbinden.

Bei den bloß ungleichnamigen Gliedern bestehen sie aus den zwischendiesen Gliedern festgestellten Gleichungen, z. B. I Thlr. — 24 Gr., I Ctnr.

— l 10 Pfd., 1 Pfd. — 32 Loth. Da diese Gleichungen unveränderlich sind,so werden sie auch bei jedem Rechner als bekannt vorausgesetzt, deswegen ineiner Gleichung auch gewöhnlich weggelassen.

Die Gleichungen zwischen den ungleichartigen Gliedern aber, da sienicht allbekannt, auch der Veränderung unterworfen sind, müssen zur Bil-dung der nöthigen Bindesätze jeder Aufgabe beigefügt werden. Z. B.:

Wie viel Preuß. Courant kostet 1 Bremer Elle, wenn 32 Brüffler El-len 18 Thlr. Ld'or. kosten? Die Gleichungen sind: 5 Brüffler Ellen — sBremer Ellen, und L Thlr. Ld'or. — bI Thlr. Courant.