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Dritter Band.
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Von dm Staatspapieren.

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Papieren derselben, nach allen Orten hin, Zahlungen decken konnte. Besaßdie Bank Kredit, so wurde sie nicht leicht um große Baarzahlungen angegan-gen und konnte also das, was sie durch den Verkauf Ihrer Letten einnahm, zuUnternehmungen verwenden, die den Eigenthümern Aussicht auf erhöhetenGewinn gaben, wodurch natürlich die Lust zum Actien-Ankauf erweckt wurde;nach dem Steigen und Fallen jener Aussichten, war denn auch der Verkehrmit den Bankpapieren mehr oder weniger lebhaft. Was aber den Bankactien,vor allen übrigen, einen besondern Vorzug gab, war der Umstand, daß sie alsein auf öffentliches Vertrauen gestütztes Papiergeld erschienen, weil die Bankenentweder wirkliche Staatsbanken waren oder doch unter besonderer Aufsichtdes Staats standen. Prüft man nun das Innere des Verkehrs mit den Pa-pieren der großen Handelscompagnien und der Banken, wie dieser schon da-mals bestand, genauer, so wird man gewahr, daß die Actien als eine wirklich«Waare betrachtet wurden, mit der sich beliebige Geschäfte machen ließen, undman findet bei dem Handel damit, im Wesentlichen, schon zu damaliger Zeitdie jetzt im Verkehr mit Staatspapieren üblichen Schlußarten. Manche kauf-ten Actien Zug um Aug, Andere schloffen auf einen der bei den Actien üb-lichen vier Abrechnungstage, welcher als Ersällungstag für beideTheile galt. In bedenklichen Zeiten, wo sich noch nicht mit Zuverlässigkeitvoraussehen ließ, ob das Unternehmen der Bank, oder der Compagnie, einengünstigen oder ungünstigen Fortgang haben würde, wurde auch schon aufPrämie gehandelt; dergestalt, daß diese theils der Verkäufer, um sich denRücktritt offen zu halten, theils der Käufer, wobei nur der Verkäufer gebun-den war, zahlte. Endlich aber leistete man auch häufig die Erfüllung am vor-ausbestimmten Erfüllungstage lediglich durch Herauszahlung derDifferenz zwischen dem Actienpreise am Schluß- und amVerfalltage, indem man die Preis-Betrage dieser beiden Tage, soweit sichdie Papiere gleich kamen, gegenseitig verglich, und bloß die Differenz baar be-richtigte. Aus diesen verschiedenen Schlußarten ergibt sich die große Leben-digkeit und Beweglichkeit, welche der Actienverkehr hatte, wozu die Zeitereig-nisse, die den Reiz dieser Speculationen ungemein steigerten, wesentlich mitbeitrugen.

Obschon der Verkehr mit Actien in der neuern Zeit nicht ganz abgekom-men ist, vielmehr noch hin und wieder zuweilen ziemlich lebhaft betrieben wird.so trat er doch allmählig in den Hintergrund, seitdem die Staatspapiereder Spekulanten ein geräumigeres und ergiebigeres Feld darboten. Der Ue-^bergang von dem Verkehr mit Actien zu dem. mit Staatspapieren erklärt sichhauptsächlich aus der Geschichte des Anlehns- und Tilgungs-Systems der eu-ropäischen Staaten, welches sich durch die allmählige Anhäufung der Staats-schulden nothwendigerweise bilden mußte und eine ansehnliche Menge vonHandelspapieren einführte; ferner aus der Masse der Staatsschulden selbst.Wodurch der Verkehr mit Staatspapieren neues Leben bekam und noch fort-während erhält, sowie aus manchen anderen Gründen, die theils in Europaüberhaupt, theils zunächst in Deutschland, diesey Verkehr ausbreiteten undlebendiger machten.

§. 4. Einführung de s An leihe - S y st ems, nebst dessenWesen.

Obwohl, wie bereits erwähnt ist, schon in den ältesten Zeiten Anlehnevon Fürsten und Herren gemacht wurden, so konnte doch «n eigentliches A n-