Band 
Dritter Band.
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Von den Staatspapieren,

von 100 fl. und 120 fl. W. W. baar, eine ursprüngliche 3j Procent-Obliga-tion von Ivo fl. und lSV fl. fl. W. W. baar, eine ursprüngliche S A Obliga-tion von 100 fl. und 140 fl. W. W. baar, wogegen allemal eine Obligationvon 100 fl. Conv. Münze zu S A in Metallgeld gegeben wurde. Alle Artenverzinslicher Staatspapiere wurden zulässig erklärt, nur nicht die in Metall-münze verzinslichen, die ständischen und städtischen Domestical-Obligationenund alle diejenigen, deren Verzinsung eingestellt oder zeitlich unterbrochen wor-den; die Obligationen lauten auf 10,000, S000, 1000, S00 und 100 fl.Als dritte Grundsäule des Staats-Credits wurde der schon früher gedachteStaatsschulden-Tilgungsfonds im Jahre 1817 errichtet.-

Im Jahre 1818 verbesserte man die Lage der älteren Staatsgläubigerdadurch, daß die 1811 auf die Hälfte reducirten-ginsen der früheren Staats-schuld, mit Ausnahme der im Jahre 1808 gemachten Anleihe, auf den vollenZinsfuß zurückgeführt wurden, daß demnach von 1818 an jährlich wenigstenss Millionen in den ursprünglichen Zinsengenuß zurücktreten sollten. Deßhalbtheilte man die ältere Staatsschuld in 488 Serien zu 1 Million Capital oder2Z,000 fl. Zinsen, von denen jährlich s gezogen werden, und zwar in der er-sten Woche der Monate Januar, März, Juni, August und November, wodurchdie Regierung jährlich wenigstens auf den bvsten Theil der sämmtlichen älternStaatsschuld so einzuwirken gedenkt, daß die Hälfte davon in den vollen Zin-sengenuß kommt, die andere Hälfte aber eingelöst und getilgt wird. An Ein-lösungs- und Anticipationsscheinen waren Mitte I82S noch für 62,292,S13fl. in Umlauf. In der neueren Staatsschuld sind begriffen: die Anleihen von1815, 44 Millionen zu 21- K; von 1818, 35 Millionen IHige Obligationengegen Papiergeld, so Mill. zu 2-1 L an die Bank für das durch Actienver-kauf von ihr eingezogene Papiergeld, 120 Millionen vom October desselbenJahres; so Millionen pom Juli 1818 ; die Rothschildschen Anleihen von1820, 1821; die Anleihe von so Mill. im Juli 1823 ; die am Ende dessel-ben Jahres zu London gemachte Anleihe von sj- Mill. Pf. St. zur Abzahlungder im November liquidirten brit. Schuldforderung aus den Jahren 1784 bis1800 bestimmt; eine Anleihe von 40 Mill. fl. in England, von 1824; einezu IS Millionen im Jahre 1828 u. a. m. Im Jahre 1828 betrug dieStaatsschuld ungefähr 680 Mill. fl. auf SA Metalliques-Obligationen redu-cirt; im Jahre 1831 gegen 500 Mill. ohne das Papiergeld, wovon am I.Januar 1830 noch für SS,41 l,S38 fl. in Umlauf waren. Gegenwärlig solldie gesammte Staatsschuld noch etwas über 700 Millionen Gulden betragen.

Die. österreichischen Handelspapiere gehören theils der älteren Staats-schuld vor 1815, theils der neueren seit dieser Zeit an. Bon denen der älte-ren bemerken wir:

s) Die Obligationen des Wiener Stadt-Banco 1797, zu 2 und anderezu 21 Procent, deren Zinsen und ijährig in Wien fallen. Laut Verfügungvom Jahre 1824 erhielten diese Obligationen neue 1jährige ginsscheine ein-schließlich bis zum 31. Dec. 1833, nebst einem luloii.

i») Die Obligationen der allgemeinen und ungarischen Hofkam-mer zu IZ, 2, 21-, 21 und 3 Procent; die Zinsen der allgemeinen Hofkammer-Obligationen fallen halbjährlich in Wien, die der ungarischen in Ofen.

v) Die Obligationen der Anleihen bei dem Hause v. Bethmann inFrankfurt und bei Osy und Goll in Amsterdam, zu 4, 4j und S H. Die Zin-