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Von den Staatspapieren,
jirime« üu gonr an lenäeniain, wobei, wie gewöhnlich gegen Prämie ge-schloffen wird, jedoch der auf den Schlußtag nächstfolgende, in der Regel, schonder entscheidende ist; präcis Uhr muß der Prämiegeber auf der Börse er-klären, ob er beziehen will, und der um diese Zeit geltende Preis der Effectenentscheidet. Geschäfte dieser Art schließen in Paris gewöhnlich die sogenann-ten Doulissiors, direct unter sich, ohne Zuziehung eines Agenten, zuweilennur auf einige Stunden, wie auch auf mehr als einen Tag, wobei dann eigent-lich die oben gedachte Benennung wegfallen sollte.
3. Der Rückkauf,oder:
Das Prolongationsgeschäft.
§. 41. Entstehung und Beschaffenheit desselben.
Als durch den Pariser Friedensschluß im Jahre 1815 den bisher immerwiederkehrenden Kriegen ein Ende gemacht war, erhielt der Handel mitStaatspapieren einen neuen Schwung, und der daraus hervorgehende bedeu-tende Gewinn feuerte sowohl die sogenannten Liebhaber, als auch die neu hin-zukommenden Speculanten zu Unternehmungen an, die nicht selten ihre Kräfteüberstiegen. Anfangs wurden Lieferungsgeschäfte auf Zeit gemacht, wobeiman den Credit benutzte, den man sich oft erst durch künstliche Hülfsmittelverschafft hatte, und es wurde auf die größten Summen speculirt. Allein beidem fortwährenden Steigen der Papiere fanden sich oft so viel Käufer, daßsie die Zahl der Verkäufer zuweilen auf das Doppelte übertrafen, sobald esgalt, Papiere auf Lieferung zu erhalten, dahingegen auf den Tag Verkäufer,gegen sofortige comptante Zahlung, genug vorhanden waren. Hierzu aberwar den Käufern baares Geld nothwendig, und sie nahmen daher ihre Zu-flucht zu Kapitalisten, welche gegen 5 bis 8 K jährliche Zinsen etwa ß des Pa-pier-Werthes verschossen, so daß der Kauflustige nur noch für des zum An-kauf erforderlichen Geldes zu sorgen hatte. Als aber, durch den Gewinn an-gelockt, immer mehr Speculanten auf der Börse erschienen, von denen manchenicht einmal das Fünftheil, vielweniger den ganzen baaren Einkauf,-bestreitenkonnten, und als die Capi'alisten, in Folge des immer höher steigenden Ge-winnes bei den Börsegeschäften, mit den bisherigen Zinsen sich nicht mehr be-gnügen wollten, so führte man das Prolongationsgeschäft ein. DieRentiers kauften nämlich den Speculanten die Papiere gegen baares Geldnach dem Tagespreise ab, und gaben sie ihnen dann zu einem verhältnismäßighöheren Preise auf einen oder mehr Monate zurück. Hierdurch konnten sieihr Geld leicht höher stellen, weil sie außer den Zinsen der Papiere noch einanderes Einkommen, die Differenz zwischen dem Ein- und Verkaufspreise,Report, auch Prämie genannt, hatten; der Spekulant hingegen scheute ein fürihn so kleines Opfer nicht, weil er auf solche Weise, ohne Verwendung eige-nen Vermögens, große Unternehmungen machen konnte. So breiteten sichdiese Geschäfte, wegen der damit verknüpften Vortheile, immer weiter aus,und wir finden sie in Deutschland unter dem Namen Prolo ngati o nsg e-sch aft, in Paris murdi« n report, in Amsterdam v<;>'!<:«,ip okprolon-Auti« oder prolcmAntie cantruit, und sie sind so beliebt geworden, daßviele angesehene Häuser ihre Capitalien ausschließlich in ihnen anlegen.
§. 42. Schlußarten desselben.
In Paris und in London verkauft man seine Renten für die gegenwär-