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Dritter Band.
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Von den Staatspapieren.

tige Liquidationszeit (üii cournnt) und kauft sie für die folgende (üii pro-«jknin) Fzurück, oder man prolongirt auch gegen eine baar bezahlte Prämie,report sur prima; wogegen die Schlußformen nichts Eigenes haben. Ste-hen z. B. die 3 H Renten 82 lin aourunt; liii prnalmiii aber 82-^ a, soist dieses D der Report, die Preisdifferenz zwischen Ende des laufenden undEnde des folgenden Monats; kauft man aber fix, Ende des laufenden Mo-nats, und verkauft gegen Prämie auf lin proolmiir wieder, wobei, in derRegel, wie bei dem Prämiegeschäft, der Report etwas höher gegriffen wird,so ist solches report sur prims. Bezieht bei diesem der andere Theil, sogenießt man den hohen Report, bezieht er nicht, weil ihm der Tagespreisnicht gefällt, so hat man die Prämie und nimmt als fixer Käufer die Papierean sich, woran man Nichts verlieren kann, weil die Prämie den geringerenTagespreis deckt. Speculirte Jemand auf das Steigen, will aber die Spe-kulation nicht sogleich, sondern etwa erst in einem Monate vollziehen, so ver-kauft er am Verfalltage die Papiere zum Tagespreise und kauft sie gleich zudemselben Preise auf einen Monat Lieferung zurück; hat er auf das Fallenspeculirt, so kauft er ebenfalls die begebenen Papiere zurück, verkauft sie zugleichem Preise auf einen Monat weiter und berechnet alsdann die Differenzzwischen dem Ein- und Verkaufspreise. Isair« une communa nennt manin Paris, wenn man z. B. 3 K Renten zu 104 kauft, und, wenn sie auf losgefallen sind, eben so viel an sich bringt, so daß man nun die ganze Masse zu103-r Mittelpreis hat, wodurch man also einigen Vortheil erlangt, hingegenbei dem Einkauf des Ganzen, zum ersten Preise, Schaden erlitte.

In Amsterdam schließt man ein solches Geschäft, mit Demjenigen, derstatt des Aeitkäufers sich zum Bezüge der Papiere erbietet, als verzinslichesDarlehn, gegen Verpfändung von höchstens l o S über die geliehene Summehinaus, gewöhnlich auf eine kurze Zeit, unter 3 Monaten; diese lo F wurdendurch einen Börsebeschluß vom 17. Februar 1828 fest angenommen, weil da-mals mehre bedeutende Häuser dort bedenklich standen, und Niemand auf hin-terlegte Staatspapiere leihen wollte, wenn er nicht 10 H Deckung in Händenhatte und behielt. Diese Art von Geschäften findet daselbst mehr Liebhaber,als die seltener vorkommenden Prolongationen auf Pariser Art. In Pariskommt diese Deckung (evur-arture) ebenfalls vor, besonders bei den 3 K Ren-ten; steht z. B. der Report 4v Lantima«, so fordert man L krana» cmi-verturs.

Auf den deutschen Börsen wird in diesen Geschäften meistens eben so ge-schlossen, wie zu London und Paris.

4. Der Hoffn ungskauf,oder:

Das Heuergeschäft lMiethgeschaft).

§. 43. Entstehung und Beschaffenheit desselben.

Der Hoffnungskauf, oder, wie man dieses Geschäft gewöhnlichnennt, das H e u e r g e sch äst, welches auch erst in neueren Zeiten vorgekom-men ist, hat in seiner Entstehung viel Aehnliches mit der des Prämiegeschäfts.Capitalisten, die einen Theil ihrer Gelder in Papieren von Lotterie-Anleihen,die entweder gar keine oder nur geringe Zinsen trugen, angelegt hatten, kamenauf die Idee, ihre Loose, wahrend der Ziehung, einem Andern gegen eine be-