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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Vriefr an Bonstettrn.

ite« alles Obige wahr ist, so gar unglückselige Per-sonen? Wie kömmt es, daß wenn Gott auf seineErde schaut, er uns hundertmal seufzen und jam-mern Hort, für Einmal danken und uns freuen?Er hat Mitleiden mit uns, aber (laß uns gerechtseyn) kann Er uns glücklich machen, wenn wiruns nie fühlen wollen, und können wir erwarten,daß er uns mit Wohlthaten überhäufen werde,wenn wir nie weder diese, noch uns, noch Ihnerkennen, und nur immer uns peinigen wollen?Ganz unter uns, damit es ja niemand höre:wir sind ein paar Personen, mit welchen wirklichnichts anzufangen ist: Jesus hat wohl gesagt,wem soll ich dieses Geschlecht vergleichen? Es istden Kindlein gleich, die an dem Markt sitzen undrufen ihren Gesellen, und sagen, wir haben euchgepfiffen und ihr wolltet nicht tanzen. Die ewigeWeisheit muß sich rechtfertigen (d. i. kritischen)lassen von ihren Kindern." Es wäre vielleicht einganz guter Gedanke, und nicht außer seiner Stelle,daß wir uns hierüber änderten, und mit einanderlernten überlegen, daß wir doch in der That sogarunglücklich nicht sind. Es wäre gar lustig, wennwir von der Zeit an viel glücklicher würden, dawir den Verstand bekämen, solches einzusehen.

Ich bin zu Genthvd gewesen, habe aber nochnicht angefangen, deine Sanensachen zu lesen,weil ich an demselben Tag nicht in der Laune da-zu war. In 6 oder 7 Tagen gehe ich wieder hin,dann wollen wir dieselben vornehmen, und wasdu mir gestern sandtest (welches besser ist, als dasandere alles). Bist du nicht ein monstrum hor-rendum, informe, ingens, cui lumen ademtum,daß du nicht einstehest, wasmaßen und gestaltenich die deutsche Ausgabe deines Buchs hier nichtbekommen kann, und also (begreifst du es?) du es