Briefe an Bonstetten.
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derhole es, lies jene. Wenn du übersetzen willst,so nimm das 2te Buch des Vellcjus; er ist in denCharaktern voll Geist. Ich gewähre dir (aber folgeallem, was ich dir anrathe) inner 2 Jahren, dasDeutsche vorzüglich zu schreiben. Die Sachen fehlendir nicht, also bedenke, was alles du noch thunkönntest von deinem rosten Jahre an, in deinesAlters Reife! Neue Broschüren will ich dir nichtschicken, zum Studium habe ich dir Bücher genannt;in Erholungsstunden lies die Alten. Chatham,als er Demosthenes werden wollte, las keine Pam-phlets. Lies die Römer. Den Moralkatechismuswill ich dir senden, der Buchhändler verspricht mirihn auf heute. Mably's Moral ist Galimathias.Ich habe diese Lage über nichts ausgearbeitet undwenig ercerpirt; ich habe über mich selbst undmein voriges und künftiges Leben gedacht; ichhabe noch nie, wie nun, alle die innerste Kraft mei-nes ganzen Wesens aufgeboten, um wider allesmich zu verwahren, was mich in meiner Laufbahnaufhalten kann, ich bin auch nicht niedergeschlagen,sondern zuversichtsvoll. Deus est, optime Memmi !Du sollst es noch sehen.
257.
Valeires, ce 2j Mars 1785.
Car j’y suis encore, et bien malgré moi: Tum auras écrit pour Genthod, ou bien les pro-motions t’auront empêché de penser à moi;cjuoiqu’il en soit, je te pardonne de ne m’avoirpas écrit, comme je souhaite, que tu me par-donnes aussi, si quelque chose t’avoit dépludans mon avant-dernière. Mon ami, pardon-nons nous tout réciproquement; nous sommes